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Bei uns werden lach-yoga lehrer, therapeuten und trainer (jeweils auch die weibliche form) nach einem gemeinsam von den hoho-haha verbänden in deutschland, der schweiz und österreich getragenen curriculum ausgebildet.


Seminarfacharbeiten


Am 7. November 2006 legten drei Schülerinnen des Staatlichen Gymnasiums Wilhelm von Humboldt eine Seminarfacharbeit zu dem folgenden Thema vor: «Betrachtungen zum Phänomen 'Lachen' unter Berücksichtigung biologischer und gesellschaftlicher Aspekte»
Autorinnen der Arbeit:
Christin Arndt
Anne Bierwisch
Alexandra Klingebiel
Die Arbeit wurde mit “sehr gut” bewertet und uns zur Veröffentlichung auf dieser Seite zur Verfügung gestellt. Dafür danken wir sehr
Seminarfacharbeit (pdf-Datei 1.381 KB)


Ist es nicht schön, zu erfahren, dass auch junge Menschen sich ernsthaft mit dem beschäftigen, was uns allen angeboren ist, was aber viele im Laufe ihres Lebens verlernt zu haben scheinen? Dass sie das Lachen offensichtlich für so interessant und wichtig halten, dass sie im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung eine Aufgabenstellung wählen, in der das Lachen die Hauptrolle spielt?
Vor einigen Monaten haben wir auf zwei solcher Arbeiten hingewiesen.
Ich freue mich sehr, dass ich inzwischen auf zwei weitere solcher Arbeiten hinweisen kann:

Die neu ins WWW gestellten Arbeiten haben folgende Aufgabenstellung und können wie folgt aufgerufen werden:

1. Arbeit: Am 11.11.2002 legten Frau Sarah Apel und Herr Christoph Peter, die in 2002 das Martin-Luther-Gymnasiums zu Eisenach besuchten, ihre Seminarfacharbeit zum Thema «Die physiologisch - therapeutische und psychologisch-soziologische Bedeutung des Lachens für den Menschen» vor.
Die Autoren gaben uns die Erlaubnis, ihre Arbeit an dieser Stelle zu veröffentlichen. Dafür danken wir.
http://www.lachclub-recklinghausen.de/kollo_christoph.pdf

2. Arbeit: Am 01.11.2005 legten Claudia Kupsch, Zacharias Kerbitz und Johannes Reuter vom Lerchenberggymnasium in Altenburg / Thüringen ihre Seminarfacharbeit zum Thema «Auslöser und Auswirkungen bestimmter Lachverhalten von Schülern im Zusammenhang mit physischen, psychischen und sozialen Merkmalen» vor.
Die Autoren gaben uns die Erlaubnis, ihre Arbeit an dieser Stelle zu veröffentlichen. Dafür danken wir.
http://www.lachclub-recklinghausen.de/Seminarfacharbeit-Lachen.pdf


Von den beiden nun folgenden Arbeiten hatte ich schon berichtet:

3. Arbeit:
In 2005 schrieb Frau Lea Böttger im Rahmen der Schulausbildung eine Jahresarbeit zum Thema «Lachen Lachen». Nach deren Fertigstellung stellte sie uns diese zur Veröffentlichung auf unserer Website zur Verfügung. Dafür danken wir ihr.
http://www.lachclub-recklinghausen.de/jahresarbeit05.pdf

4. Arbeit: In Römhild (Thüringen) haben im Oktober 2005 zwei Schülerinnen und ein Schüler (Bild) des Gymnasiums Georgianum, Hildburghausen / Thüringen eine Seminarfacharbeit über das Thema «Gelotologie - die Wissenschaft vom Lachen am praktischen Beispiel von Lachgruppen / -clubs» vorgelegt.
http://www.lachclub-recklinghausen.de/semi1.pdf

Der einzige Mensch,
der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider.
Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft,
während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen
in der Meinung, sie paßten auch heute noch.
George Bernard Shaw
(26.07.1856 - 02.11.1950)

Heute schon gelacht? http://www.lachclub-recklinghausen.de
Neue Telefonnummer des Lachclubs Recklinghausen: 02361 - 49 05 06 53

Anleitung zum Unvernünftigsein

Mit Lach-Yoga gegen das Über-Ich

Eisiger Wind, grauer Himmel, der Kopf spielt Blues. Es ist Montag, Wochenanfang, Wochenendeweitwegtag. Zeit für eine Einheit Lach-Yoga.
Von Katharina Böhringer (Süddeutsche Zeitung)  

Zugegeben, Martins Huhnimitation wirkt eher wie ein Rabe mit Stimmbandentzündung. Der Mittvierziger krächzt «hehehe», hat die Hände als Flügel zu den Achseln gezogen und hüpft durch den Raum. Doch bevor ich den Anblick wirken lassen kann, gackert Karina vorbei. Keine Chance, das Lachen hat mich gepackt. Ich gackere zurück und plötzlich befällt es alle.
 Denn Lachen steckt schliesslich an. Lachyoga macht sich dies zunutze. Michaela Schäffner bietet in München-Haidhausen montags einen Lachmorgen und –abend an. «Schon absichtliches Lachen stärkt das Immunsystem», erzählt Schäffner, «das Gehirn reagiert auch wenn man nur so tut als ob.» Ziel ist es, über das künstliche ins echte Lachen zu fallen.
Doch das ist kein Problem, wenn man sich kollektiv so albern und enthemmt geben kann, wie zuletzt im Kindergarten. Ob wir uns mit Kauderwelsch beschimpfen, gegenseitig in die Hände patschen und dazu «hohohahaha» rufen oder uns eine imaginäre Schneeballschlacht liefern – immer endet die Übung in der Lachattacke. Als Michaela Kindergeburtstagströten verteilt, über die wir Stimmungen ausdrücken sollen, bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich nun die anderen an- oder mich selbst auslache. Und genau das ist der erste spürbare Lach-Yoga-Effekt: Man nimmt sich plötzlich selbst nicht mehr so ernst.
«Intensives Lachen macht uns zu rundum positiv gestimmten Menschen. Wer viel lacht ist gesünder, glücklicher und erfolgreicher», verspricht Schäffner und je später der Abend, desto überzeugter werde ich. Ein weiterer Nebeneffekt: «Durch Konditionierung können wir die positive Stimmung auch im Alltag hervorrufen. Da reicht dann eine Bewegung und man muss unwillkürlich lächeln.» Die Mutter von drei Kindern ist eigentlich in den Naturwissenschaften beheimatet. Doch nachdem ihr letztes Forschungsprojekt ausgelaufen war, suchte sie nach einem neuen Betätigungsfeld. «Da stiess ich auf die Lachyoga-Lehre des Mediziners Madan Kataria aus Mumbai.»


Auf Enthemmung folgt Entspannung

Als dieser einen Artikel unter dem Titel «Lachen ist die beste Medizin» verfassen wollte, kam ihm die Idee, einen Lach-Club zu gründen. Er ging in einen öffentlichen Park und fragte Jogger, ob sie nicht Lust hätten, einander Witze zu erzählen. Anfangs waren es fünf, nach zwei Wochen fünfzig Anhänger. Doch je länger das Projekt lief, desto zotiger wurden die Witze und Kataria suchte nach neuen Möglichkeiten, das Zwerchfell des Menschen zu stimulieren.
Als Yoga-Lehrer lag natürlich nahe, die indische Lehre mit dem Lachen zu verbinden. So entwickelte er verschiedene Lachübungen, die hauptsächlich auf der Tiefenatmung des Yoga basieren. Dementsprechend einfach sind die Übungseinheiten auszuführen. Atemtechniken, gezielte Lachbilder und pantomimisch-schauspielerische Elemente wechseln sich ständig ab, auf Enthemmung folgt Entspannung. Diese Methode ist eine laute «Sofortmeditation», die vor allem eines bewirken soll: den Intellekt auszuschalten.
Spätestens beim «Löwen» muss mein Intellekt wirklich weit weg sein. Wir knien uns auf Matten gegenüber, lassen die Zunge aus dem Mund hängen, blicken bedrohlich, die Hände zu Tatzen erhoben und lassen uns mit gefährlichen Lauten auf die Hände fallen. Als wir kichernd und glucksend auf dem Bauch liegen, kehrt der Kontrollfreak in mir für einen kurzen Moment zurück. Er schaut von aussen auf unsere Gruppe und scheint zu fragen: «Was macht ihr denn da eigentlich? Seid ihr von Sinnen?» Aber plumps – da hat der Löwe nochmal zugeschlagen und das Über-Ich mit einem Tatzenhieb zur Seite gewischt.
Nach einer Stunde fühle ich mich erschöpft wie nach einem Dauerlauf. Gleichzeitig aber entspannt wie nach mehreren Saunagängen. Ich muss auch jetzt noch immer wieder lachen, zu bizarr wirken die erlebten Szenen im Rückblick.
Am nächsten Morgen ist der Himmel noch immer grau, der Wind eisig, aber ich habe meinen Schmunzel-Stein in der Tasche. Den durfte ich mir noch aussuchen, ein Kiesel mit breitem Grinsegesicht. Auch der Blues hallt noch im Hinterkopf. Aber der wird nun hinweg gelächelt und verbindet sich mit den neugewonnenen positiven Schwingungen zu einer angenehmen Melodie.






















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