Bücher Aktuell:

Therapeutischer Humor usw.


Peter Cubasch
Lachen verbindet.
Lächeln. Lachen, Freundlichkeit: Schlüssel zur Gesundheit und Lebensfreude
Kurz-Info:



(plus CD mit Lach-Übungen und Lächel-Meditationen)
Breuer&Wardin, Bergisch Gladbach
2010, kartoniert, 160 Seiten, EUR 29.80

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In seinem flüssig geschriebenen Buch vermittelt Cubasch sowohl die fundierenden Theorieelemente wie die praktischen Hinweise, die zum Verständnis dieser Methode gehören.
Dass das Lachen »heilsame Kraft und therapeutische Wirkung« (S. 99) besitzt, kann der Autor an amüsanten Beispielen aus der Weltgeschichte belegen. Im Anschluss (Kap. 20, 21) referiert er die Befunde der gegenwärtigen Lachforschung (Gelotologie), deren Eckpunkte er so definiert: Furcht verschwindet, Ärger löst sich in Nichts auf, eine depressive Stimmung vergeht (S. 103).
Die Theorievermittlung beginnt ebenfalls mit einem historischen Exkurs (Kap. 18) und nimmt sodann auf viele Essentials aus Philosophie, Medizin, Psychoanalyse Verhaltensforschung und Hirnforschung Bezug, ohne trocken oder realitätsfern zu sein. Der Leser bekommt so eine kompakte Einführung in das Gebiet der Humorforschung, die sich spannend liest.
So erfährt der Leser/die Leserin einiges über die Physiologie des Lachens: seine Akustik, Optik und Motorik. Auch in diesem Zusammenhang betont der Autor die Bedeutung der (Aus-)Atmung: »Lachen beginnt immer mit einer forcierten Ausatmung, der einige staccatoartige, meist vokalisierte Ausatmungsimpulse folgen, und es endet mit einer kräftigen, reflektorischen Einatmung« (S. 79). Auch über die mimischen Begleiterscheinungen gibt Cubasch erschöpfend Auskunft. So stehen dem Menschen 7.000 mimische Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung, an denen 43 Gesichtsmuskeln beteiligt sind. Beim Lachen werden aber lediglich 17 Muskeln in Anspruch genommen.

Rezension von Dr. Michael Titze

Michael Titze, Rolf Kühn
Lachen zwischen Freude und Scham
Eine psychologisch-phänomenologische Analyse zum Verständnis der «Gelotophobie"»
Kurz-Info:



Erschienen bei: Könighausen & Neumann
1. Auflage / 2010
Broschiert / kartoniert
150 Seiten
ISBN: 978-3-8260-4328-4
Psychologie wie Psychotherapie sind heute weltweit mit einem verbreiteten Phänomen von Angst und Scham vor dem Ausgelachtwerden (Gelotophobie) konfrontiert. In diesem Buch wird die psycho-soziale Entstehung solcher Schamangst sowohl empirisch-deskriptiv dargestellt als auch phänomenologisch als «Lebensphänomen» originär aufgewiesen. Vorbereiter einer solchen Analyse wie Friedrich Nietzsche, Henri Bergson und Paul Hartenberg werden ebenso herangezogen wie Jean-Paul Sartre, Michel Henry (als aktuelle Vertreter der Phänomenologie) oder Paul Ekman, Erik Erikson, Willibald Ruch, Silvan Tomkins und Léon Wurmser (als psychologische Autoren). Dabei wird auf das grundsätzliche menschliche Lachenkönnen als Ausdruck von Freude und Humor zurückgegriffen, um abschließend für die Psychotherapie neue Formen eigener (ressourcenorientierter) Schamreduktion vorzustellen.

Rezension von Alfred Kirchmayr (Wien)


Alfred Kirchmayr
Rettet die Purzelbäume
Kinderwitz und Lebenskunst
Kurz-Info:



Edition VA bENE
Reihe: "Ein Sach- und Lachbuch"
Alfred Kirchmayr
Rettet die Purzelbäume
Kinderwitz und Lebenskunst
256 Seiten, Format 12 x 19,5 cm
broschiert
ISBN 978-3-85167-226-8
Euro 21,90 / SFr 37,00
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Der Universalgelehrte Hrabanus Maurus sagte vor 1200 Jahren: «Laßt ja die Kinder viel lachen, sonst werden sie böse im Alter! Kinder, die viel lachen, kämpfen auf der Seite der Engel.» Und Erich Kästner ergänzte: «Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch!»

Kinderhumor - Infantium festivitas - ist ein wunderbares Phänomen, das uns erheitern, anregen und befreien kann - und viel zu wenig Beachtung findet. Dieses Sach- und Lachbuch möchte dazu verführen, dem tierischen Ernst frech und unbekümmert ins Gesicht zu lachen. Gewürzt mit vielen Kinderwitzen und ernstheiteren psychologischen Betrachtungen kommen Probleme von Kindern mit Erwachsenen - und umgekehrt - erheiternd und ungewöhnlich zur Sprache. Von den kleinen, lustigen Erdkrustenbewohnern und listigen Lebenskünstlern können wir enorm viel lernen: von ihrer hingebungsvollen Aufmerksamkeit, unersättlichen Neugier, lebhaften Phantasie, unbekümmerten Heiterkeit, ganz besonders von ihrer köstlichen Aufgeschlossenheit, List und Lebensfreude.

Aus dem Inhalt:
- List, Lebenskunst und Lebensfreude im Kinderwitz
- Eine kleine Wanderung durch Kinderwitzlandschaften
- Vom Säuglingslachen zum Kinderhumor - der Sinn für das Komische
- Wie lernen Kinder Albern, Blödeln und Witze erzählen?
- Kindermund lacht auch ohne Grund - aus Heiterkeit und Lebenslust
- Glück ist ein Wort aus der Kinderwelt - die Quellen der Lebendigkeit
- Die Kindlichkeit entfalten lernen - ein Elixier der Lebenskunst


Buchbesprechung von Dr. Michael Titze


Iren Bischofberger (Hrsg.):
«Das kann ja heiter werden»
Humor und Lachen in der Pflege

Kurz-Info:


«Wer es in der Pflege ernst meint mit dem Vitalzeichen Humor, findet hier notwendige Hintergründe, Erfahrungen und Meinungen, um Humor und Lachen als Ressource und Intervention in der Pflegepraxis zu verstehen und zu nutzen» Forum Sozialstation



2., überarb. und erw. Aufl. 2008., 384 S., 45 Abb., 8 Tab., Kt
EURO 29.95 / CHF 49.90 - ISBN 978-3-456-84499-2 - (Flyer.pdf)

Hier bestellen: www.verlag.hanshuber.com

Humor und Lachen sind wichtige Ressourcen für PatientInnen, Angehörige und Gesundheitsprofis, um mit Krankheit und Behinderung zurecht zu kommen. Um diese Ressourcen in der Pflege zu wecken und zu stärken, haben Pflegefachpersonen und andere VertreterInnen von Gesundheitsberufen das Konzept Humor in den vergangenen zwei Jahrzehnten zunehmend erkundet und entwickelt. Daraus sind Ideen, Projekte und Interventionen hervorgegangen, die im Regelkreis zwischen Anamnese und Evaluation vielfältige Humorfacetten aufzeigen. Humor eignet sich für Kinder und erwachsene Menschen sowohl in der Akut-, Langzeit-, Rehabilitations- und Palliativbetreuung als auch in der häuslichen, ambulanten und stationären Pflege. Das von der Pflegeexpertin Iren Bischofberger herausgegebene erfolgreiche, überarbeitete und erweiterte Humorhandbuch vereint wichtige Konzeptbausteine, innovative Projekte zu Humor in der Pflege sowie Reflexionen zu pflegerischen Praxissituationen - es
  • beschreibt, was hinter dem Konzept Humor steckt und wie es in der Pflege eingesetzt werden kann
  • macht verständlich, welche Bedeutung Humor für alte, kranke und sterbende Menschen haben kann
  • zeigt neu in der zweiten Auflage, wie Humor in der häuslichen Pflege, Onkologie und Psychiatrie, im Kinderkrankenhaus und Pflegeheim eingesetzt werden kann
  • veranschaulicht, welche Rolle Humor aus Sicht von Betroffenen und Angehörigen spielt
  • bietet Tipps für engagierte Macherinnen, einen reichen Informationspool, den Standard «Humor und Lachen in der Pflege» sowie ethische Richtlinien.

Birgit Rißland und Johannes Gruntz-Stoll
DAS LACHENDE KLASSENZIMMER
Werkstattbuch Humor
Mit Illustrationen von Karin Zäschke
Kurz-Info:



Praxis Pädagogik
Birgit Rißland und Johannes Gruntz-Stoll
Das lachende Klassenzimmer

Werkstattbuch Humor
ISBN 978-3-8340-0488-8
Schneider Verlag Hohengehren
D-73666 Baltmannsweiler
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Humorvolle Interventionen verbessern das Lernklima und wirken sich positiv auf Lernbereitschaft und Lernerfolg aus: Aufgrund dieser Einschätzung, die sowohl auf Unterrichtserfahrungen wie auf Forschungsergebnissen beruht, ermutigt »Das lachende Klassenzimmer« Lehrpersonen, mit dem Humor im Unterricht Ernst zu machen. Dabei geht es keinesfalls darum, die Ansprüche der Spaßgesellschaft auf die Schule zu übertragen; vielmehr trägt das »Werkstattbuch Humor« zum Verständnis einer ebenso alltäglichen wie vielseitigen und wirkungsvollen emotionalen Erfahrung bei, die in einem lebendigen Unterricht ihren Platz verdient. Das Werkstattbuch bietet dazu zahlreiche Beispiele und Anregungen, vermittelt aktuelles Wissen rund um Entwicklung, Formen und Wirkungen von Humor und enthält weiterführende Angaben und Hinweise rund um humorvolle Materialien und Medien.

Die Autoren
Birgit Rißland, Dipl.-Psych., Dr. rer. nat., geboren 1966 in Peine, seit 1999 Dozentin für Psychologie in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen, Diplom-Pädagoginnen und Sozialpädagogen. Seit 2003 Mitarbeiterin des Psychologischen Dienstes der Landespolizei in Schleswig-Holstein. Freie Tätigkeiten: Beratung, Coaching, Training.
Johannes Gruntz-Stoll, Prof. Dr. phil., geboren 1952 in Basel, seit 1987 Dozent für Sonderpädagogik in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen und von 2002 bis 2008 Leiter des Instituts Spezielle Pädagogik und Psychologie der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Die Illustratorin
Karin Zäschke, Dipl.-Psych., geboren 1964 in Wolfsburg, ist seit 1996 als Managementberaterin und Trainerin tätig und entwickelt neue ungewöhnliche Personal-Entwicklungs-Konzepte. Hier finden ihre Zeichnungen immer wieder in Präsentationen und Dokumentationen einen Platz, um der Inhaltsschwere eine humorvolle Leichtigkeit zu geben.

Ellen Müller
ZUM GLÜCK GIBT ES LACHEN
Lachyoga – der Weg zur heiteren Gelassenheit
Kurz-Info:



ca. 160 Seiten, 14,6 x 22,0 cm
Ca. EUR (D) 14,95 - ca. EUR (A) 14,95 -
ca. CHF 27,90
Signum
ISBN 978-3-85436-404-7
August 2008

Bestellung: www.amalthea.at

Dieses Buch macht Lust auf Lachen und kommuniziert zugleich die Ernsthaftigkeit eines heiteren Themas. Es ist Anleitung und Anregung zum Lachen und Lächeln, ein praktisches und fröhliches Buch zur alltäglichen Anwendung. Lachen ist ein Ausdruck von Glück. Mit Lachyoga können wir unseren Körper in einen Zustand des Glücks versetzen. Denn wenn wir lernen können, bedingungslos zu lachen, dann wird auch unser Glück nicht mehr an Bedingungen gebunden sein. Das Buch beinhaltet Lachyoga-Übungen, Erfahrungsberichte, Geschichten, Lachtipps und das ABC des Lachens, in dem es Interessantes und Amüsantes nachzuschlagen gibt. Regelmäßiges Lachen führt zu einer heiteren Grundstimmung, die es ermöglicht, gelassener mit Herausforderungen des Alltags umzugehen. Lachen ist Gesundheitsvorsorge mit Spaß! Das Buch richtet sich an alle Menschen, die mehr Lebensfreude und Lachen in ihr Leben und in das Leben anderer integrieren wollen, insbesondere auch an Personen aus Heilberufen und pädagogischen Bereichen, MitarbeiterInnen in sozialen Einrichtungen und Gesundheitswesen, Führungskräfte, Trainer, Berater und Personalentwickler.

Ellen Müller, Jahrgang 1952, ist Lachcoach und Lachyogatrainerin. Ausbildung u.a. zum Einzel- und Teamcoach beim Coaching-Institut für Führungskräfte. Ausbildung zur Lachyogatrainerin bei Dr. Madan Kataria, indischem Arzt und Lachforscher. Seit 2004 selbstständige Seminarleiterin und Lachyogaausbilderin.


Buchbesprechung von Dr. Michael Titze:

Ellen Müller: Zum Glück gibt es Lachen. SiGNUM, Wien, 2008. 186 Seiten.


Die Wienerin Ellen Müller ist eine Lach-Begeisterte, die diese Begeisterung authentisch zu vermitteln weiß: in ihren vielen Workshops, Seminaren, Medienbeiträgen und nunmehr auch in ihrem ersten Buch. So ist es ganz konsequent, wenn der erste Satz so formuliert ist: »Dieses Buch soll Lust auf Lachen machen ...«

Was dann folgt, ist eine spannende Beschreibung, wie die Autorin - aus einer psychosomatisch akzentuierten - Lebenskrise heraus das Lachen als wirksames Therapeutikum für sich entdeckte. Sie befand sich damit in den Fußstapfen von Norman Cousins, dem vielzitierten Pionier therapeutischen Lachens, den Ellen Müller ausführlich würdigt. Doch ihr wahrer Lehrmeister ist Madan Kataria, der Entwickler des Lachyoga (Hasya-Yoga) und Begründer der internationalen Lach-Bewegung.

Die Stärke dieses Buches liegt darin, dass die Autorin die physiologischen und psychologischen Auswirkungen des Lachens sehr ausführlich beschreibt. Eingestreute Anekdoten, praktische Anregungen, persönliche Erlebnisse und biographische Aspekte von führenden Lachforschern machen die Lektüre des Buches zu einem ebenso unterhaltsamen wie spannenden Lesevergnügen.

Das Kernstück des Buches ist eine systematische Darstellung der Voraussetzungen, Effekte und der Methodik des Lachyogas: Nach meiner Einschätzung ist dies eine der besten Einführungen in das neue Gebiet heilsamen Lachens, die es weltweit überhaupt gibt! Obwohl mir das Yoga-Lachen seit seiner europäischen Einführung beim Basler Humorkongress (1998) vertraut ist, fand ich in diesem Buch eine ganze Reihe von Übungen beschrieben, die mir neu waren. Gefreut habe ich mich natürlich auch, dass unser »Reflexlachen«, das wir bereits 1987 entwickelt haben, ebenfalls kurz beschrieben wird. Kurzum: Das Buch ist ein wirklich umfassendes Kompendium, das praktisch alles enthält, was eine LachtrainerIn für seine/ihre Arbeit braucht.

Abgeschlossen wird das Buch durch viele interessante Erlebnisberichte von TeilnehmerInnen aus Ellen Müllers Lachyoga-Trainings sowie einem kleinen Lach-Lexikon, in dem 73 Lach-Begriffe zum Teil sehr ausführlich erläutert werden.

Fazit: Dies ist ein unersetzliches Handbuch für alle, die das heilsame Lachen persönlich oder als Anleiter in Lachseminaren oder Lach-Clubs verstehen und nutzen wollen!

Michael Titze

Hans-Ulrich Schachtner
Frech - aber unwiderstehlich!

Kurz-Info:




Bestellung:

http://www.harmonybalance.de/produkte.htm

Der Magische Kommunikationsstil:
Mit Charme, Witz und Weisheit
im Alltag, im Beruf und in der Liebe!

In diesem auf dem Büchermarkt einzigartigen Kommunikationsbuch zeigt der Diplom-Psychologe Hans-Ulrich Schachtner, die entscheidenden Haltungen und Einstellungen, die Regeln und Fertigkeiten des magischen Kommunikationsstils.

Hans-Ulrich Schachtner
Der Autor beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema "Kommunikation" im Alltag, im Beruf und in der Liebe, 1990 kreiierte er den humorvoll-herausfordernden Kommunikationsstil und bezeichnete ihn mit der Abkürzung »ProSt« (analog zur Provokativen Therapie). Sein Wissen zu »ProSt« ist in seinem Erstlingswerk zu lesen. Hans-Ulrich Schachtner entwickelte in den vergangenen zehn Jahren »ProSt« weiter. Der verfeinerte Kommunikationsstil trägt den Namen »MagSt« (= Magischer Kommunikationsstil). Sein Fortgeschrittenen-Buch »Frech - aber unwiderstehlich!« entstand in den letzten 12 Jahren.

Hans-Ulrich Schachtner ist ProSt-Experte, ein sehr erfahrener Coach, Trainer und Supervisor im Kommunikationsbereich. Er ist auch ein exzellenter Paar-Therapeut und Mentor für Unternehmer. Hans-Ulrich Schachtner ist darüberhinaus approbierter Psychotherapeut und arbeitet seit 37 Jahren in seiner eigenen Praxis in München. Sein erstes Einführungsbuch im Bereich »Humor und Provokation in der Kommunikation« ist im Rowohlt-Verlag erschienen und seit über zehn Jahren ein Longseller.

Ausführliche Vita von H.U. Schachtner finden Sie auf www.schachtnerseminare.de


Hans-Georg Lauer:
«Da ist Humor im Spiel»

Kurz-Info:




EUR 9.90 / CHF 15.10
(plus Versandkosten).

Das Buch ist im Buchhandel nur schwer zu bekommen, umso leichter geht es über eine Bestellung beim Herausgeber unter



Da ist Humor im Spiel!
Das merkt jede, die aus dieser bunten Sammlung von Spielen das eine und andere in Seminaren und Unterricht, mit Freunden und Kolleginnen spielt.
Die Spiele werden von den Autorinnen (u.a. Iren Bischofberger, Dr. Noni Höfner, Martina Houben, Dr. Charlotte Tracht ...) und Autoren (u.a. Dr. Eckart v. Hirschhausen, Dr. Michael Titze, Globo, Udo Berenbrinker ...) selbst in ihren Humortrainings und Seminaren eingesetzt, sind also bestens praxiserprobt.
Und nicht nur nebenbei ist zu erfahren, wie die Autorinnen und Autoren in die Welt und zum Humor gekommen sind.

Frau P. aus Österreich hat das Buch gekauft und schreibt:
Grüß Gott Herr Lauer,
Ich war letzte Woche in einer Weiterbildung, in der es wegen dem Inhalt sehr trocken abgegangen wäre, hätte ich nicht aus ihren Buch abwechslungsreiche Spiele mitgebracht. Die Seminarleitung und meine Kollegen waren begeistert und daher bestelle ich hiermit 13 Exemplare «Da ist Humor im Spiel».


Kurz vor und lange nach Weihnachten wird z.B. immer wieder gerne «Bunnybunny» gespielt: (Textauszug S. 61)

Ablauf
Wir stehen im Kreis. Ich beginne als Oberbunny und winke mit beiden Händen am Kopf (Daumen an den Schläfen), der rechts und links von mir stehende Teilnehmer winkt als Nebenbunny mit der vom Oberbunny weggewandten Hand. Es winken also 4 Hände von drei Menschen. Diese drei rufen rhythmisch zum Winken «Bunnybunnybunnybunny ...» bis das letzte «Bunny» einem andern laut und mit Blickkkontakt «zugeworfen» wird. Er und seine Nachbarn (Nebenbunny) müssen es aufgreifen und dann wieder weitergeben.

Technische Spielhinweise
Es ist wichtig, dass ganz deutlich gemacht wird, wer den Bunny zugeschickt bekommt - es ist hilfreich, den eindeutigen Blick mit einer Handbewegung (abschicken) zu unterstreichen.

Ich setze dieses Spiel ein
wenn ich das Gefühl habe, dass Lockerung sinnvoll ist und ich mache auch kein Geheimnis daraus, dass dies ein ziemlich blödes Spiel ist. (Dennoch oder grad deshalb gab es schon Gruppen, die es favorisiert haben.)

Variante:
Kann auch als Ausscheidungswettspiel gespielt werden: wer einen Fehler macht, zu langsam reagiert u.ä. scheidet aus, die andern rücken im Kreis zusammen, der Nachbar übernimmt die Rolle des Ausgeschiedenen - dies so lange, bis zwei übrig bleiben.

David Gilmore:
Der Clown in uns. Humor und die Kraft des Lachens

Kurz-Info


Verlag Kösel. 2007, 176 Seiten, Broschur
ISBN 978-3466307579
EUR 14,95 - CHF 29,20
Bestellung

Leichtigkeit und Freude zu erleben sowie mit konkreten Lebenssituationen humorvoll umzugehen, erfordert einen fürsorglichen Umgang mit sich und anderen. David Gilmore zeigt mit vielen Beispielen, dass wir die Herausforderungen des Alltags besser meistern, wenn wir Lebendigkeit, Humor und die Kraft des Lachens ins Zentrum unseres Lebens rücken.


Autoreninfos:
David Gilmore
geb. 1949, ist Theaterpädagoge, Clowntherapeut und -Seminarleiter in Freudenstadt. Er bietet Seminare und -Weiterbildungen im sozialen, pädagogischen und Gesundheitsbereich an und gründete u. a. das Humor- und Theaterprojekt »Moving Stages«.

Weitere Infos zum Autor

Ausführliche Rezension von Michael Titze


Karl Fallend (Hrsg.):
Witz und Psychoanalyse

Kurz-Info



Studien Verlag
Reihe:
Psychoanalyse und Qualitative Sozialforschung
Band: 5
Umfang: 224 Seiten
Diese Lieferung erfolgt portofrei (A, D, CH, I)!
Preis: EUR 24.00 / SFR 42.10

Bestellungen

Der Witz ist die sozialste aller auf Lustgewinn zielenden seelischen Leistungen.

Der Verlag über das Buch
«... Witze, die im Volke umlaufen, sind vortreffliche Hilfsmittel zur Erforschung des unbewussten Seelenlebens, ganz ähnlich wie die Träume und die Mythen und Sagen ...» Sigmund Freud benannte damit schon sehr früh wesentliche Aufgabenfelder der Psychoanalyse, die heute immer weniger Beachtung finden. 1905 verfasste Sigmund Freud seine außergewöhnliche Studie «Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten». Hundert Jahre später motivierte der Herausgeber PsychoanalytikerInnen und SozialwissenschaftlerInnen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, diese Pionierarbeit analytischer Sozialpsychologie noch einmal mit Muße zu lesen und aktuell zu reflektieren. Eignet sich die Analyse des Witzes zur Erforschung des Unbewussten? Sozialpsychologische, historische und theoretische Ergebnisse sowie Erfahrungen aus der therapeutischen Praxis werden in diesem Sammelband vorgestellt.

Karl Fallend, Univ. Doz. Dr., geb. 1956; freiberuflich wissenschaftlich tätig; lehrt Sozialpsychologie am Institut f. Psychologie an der Universität Innsbruck. Mitherausgeber der Zeitschrift WERKBLATT.Zeitschrift für Psychoanalyse und Gesellschaftskritik. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Psychoanalyse, Psychologie und Menschenrechte und der Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Er lebt in Wien und Linz.

Ausführliche Rezension von Alfred Kirchmayr (Wien)


Eckhardt von Hirschhausen:
Arzt - Deutsch / Deutsch - Arzt

Kurz-Info


128 Seiten, Format: 9,6 x 15,1 cm
EUR 9,95 (D), EUR 10,30 (A), sFr 18,00,
LANGENSCHEIDT VERLAG MÜNCHEN
ISBN: 978-3-468-73177-8
Bestellung

Dr. med. Eckart von Hirschhausen übersetzt die Sprache der Ärzte!

Verstehen Sie Ihren Doktor?
Dr. med. Eckart von Hirschhausen hat den Sprachkurs für alle: Medizinerlatein für Anfänger und Fortgeschrittene! Jetzt auch in der Praxis tausendfach bewährt. Studieren Sie selbst.
 
Der "Tipp zur Woche" ab 13.05. immer sonntags in Ihrem ZDF!
 
Eckart von Hirschhausens Kolumne im Diabetiker Ratgeber. Jetzt alle Beiträge online abrufen!
Hier können sie exclusiv alle von Eckart entwickelten Placebos käuflich erwerben.
Lesen Sie, warum Eckart von Hirschhausen vom Krankenhaus zur Komik wechselte:
Hirschhausen-Website

Heike Ostarhild: «Wenn Meisterwerke Zähne zeigen -
Über das Lachen in der Kunst»

Kurz-Info:




Für weitere Informationen zum Buch und
zum Vortrag besuchen Sie bitte die Website
des LEGAT-Verlags unter:
www.legat-verlag.de

«Wenn Meisterwerke Zähne zeigen - Über das Lachen in der Kunst» - so lautet der Titel eines eher ungewöhnlichen Buches von Heike Ostarhild, das sich (wie der Titel schon verrät) mit dem Phänomen des Lachens auf Leinwand und in Stein auseinandersetzt. Das laute Lachen erscheint in der bildenden Kunst im Gegensatz zum sittsamen Lächeln eher selten auf den Gesichtern der abgebildeten Menschen. Meist taucht es nicht auf Porträts, sondern im Zusammenhang mit recht narrativen Szenen auf, die das Lachen und sein Auslösen erläutern sollen. Auch die gewünschte Bewertung des Lachens wird bereits mit der Darstellung  vorgegeben. So sollte das grölende Lachen eines Betrunkenen als moralisch verwerflich betrachtet werden, das lachende Jesuskindlein einer Skulpturengruppe dagegen als freundliche Heilsbotschaft des Gottessohnes.
Recht unterschiedlich fallen demnach auch die Bildbeschreibungen im Buch aus. Zu den sicher durchweg heiteren Gefühle auslösenden Kunstwerken gehört beispielsweise Barlachs «Lachende Alte», deren Körper geradezu vor Lachen zittert und die sich kaum noch zu halten vermag. Auch ein Kunstwerk von dem Schweizer Maler Franz Gertsch ist in der Auswahl vertreten, auf dem Gemälde «Medici» lachen dem Betrachter gleich fünf junge Männer entgegen. So berühmte Künstler wie Chagall, Vermeer oder Corinth, sie alle haben dem Lachen in der Kunst ihren Platz gegeben.
Im Buch selbst werden 54 grossformatige Abbildungen jeweils einem kompakten Text gegenübergestellt. Im Anhang findet sich ein Glossar, das auch dem Kunsteinsteiger Fachbegriffe verständlich macht. Aufbauend auf das Buch hat Frau Frank-Ostarhild einen Vortrag ausgearbeitet, der bereits 2004 auf dem Humorkongress in Essen und in aktualisierter Form im Juli 2007 auf dem Tübinger Bucherfest von ihr gehalten wurde. Im Vortrag wird der theoretische kulturhistorische Hintergrund der Kunstwerke zusätzlich beleuchtet.

Humorstrategien - Lachen macht stark.
Herausgegeben von Helmut Bachmaier
Kurz-Info:



CHF 25.00 - € 14.00 (D) - € 14.40 (A)
alle Preise inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten
erschienen 2007
156 Seiten mit 3 Abbildungen, Einband: broschiert
Format: 14 x 22,2 cm
ISBN-10: 3-8353-0112-8 /
ISBN-13: 978-3-8353-0112-2

Bestellungen:
TERTIANUM AG
Branding & Kommunikation
Seestrasse 78
8267 Berlingen
Tel. 052 762 51 51

Beiträge über erfolgreiche Humorstrategien in der Arbeitswelt, im Gesundheits- und Alterssektor sowie in den Spieltheorien verschiedener Clowns.

Die Lachforschung ist heute eine eigene Wissenschaftsdisziplin; sie nennt sich Gelotologie und untersucht die Voraussetzungen und Wirkungen von Komik und Humor. Konkrete Anwendungen dieser Forschungsergebnisse sind etwa die »Humortherapie« im Gesundheitssektor und nicht zuletzt in der Altenpflege sowie die »Humorberatung« für Unternehmen.
Humor ist keine angeborene Fähigkeit, sondern kann - spielerisch - erlernt und trainiert werden, er ist die Kunst der Improvisation, der Einübung neuer Sichtweisen, er hilft im Umgang mit starken Emotionen und dabei Veränderungen zu akzeptieren. Er hat eine kommunikative und teambildende Funktion. Humor ist ein Instrument, um zu sich selbst auf Distanz zu gehen oder um Dominanzverzicht zu praktizieren. Gewohntes läßt sich anders und neu betrachten, weil Humor einen Perspektivenwechsel und damit auch einen Erkenntnisgewinn bewirken kann. Deshalb ist er auch ein probates Mittel zur Lösung von Konflikten.
Die Beiträge erörtern die medizinischen Aspekte des Lachens und reflektieren die Voraussetzungen einer kritischen Lachkultur. Ein Buch über das Gelächter der Vernunft.

Der Herausgeber
Helmut Bachmaier ist wissenschaftlicher Direktor der TERTIANUM-Stiftung (Schweiz) und Mitglied des Stiftungsrates. Professor an der Universität Konstanz. Zahlreiche Publikationen zur Literatur- und Geistesgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts (Hölderlin, Goethe, Grillparzer), zu Bildungsfragen (»Die Idee der Universität«) und zum Thema Alter.

Leseprobe:

Eckhardt von Hirschhauen: Die Kunst der Pointe. Wie repariert man Witze.


Waleed Anthony Salameh:
Humor in der Integrativen Kurzzeittherapie.
Ein interaktives Übungsbuch

Kurz-Info:




Mit einem Vorwort von Michael Titze,
aus dem Amerikanischen von Kurt Neff
1. Aufl. 2007 broschiert, mit 10 Tabellen, einer Abbildung,
vier Cartoons, Übungen und Lachtests - 254 Seiten.
ISBN 978-3-608-93754-1

Preis: EUR [D]  24.50* - CHF 43.00*
* Preise und Ausstattung freibleibend.
Alle Preise enthalten die MwSt. Europreise
gelten nur für D;
in Österreich ca. 3% höher aufgrund
abweichender MwSt.


Der international bekannte Humorforscher Waleed A. Salameh zeigt in diesem systematischen Leitfaden, wie Humor in Therapie und Beratung eingesetzt werden kann.

Wir alle wissen, dass Stress und Leiden krank machen, also muss auch das Gegenteil wirken: Humor und Lachen machen gesund. Der Autor demonstriert in sieben in sich abgeschlossenen Schritten das gesamte Spektrum der humortherapeutischen Interventionsmöglichkeiten; angefangen mit der psychodynamischen Theorie, den ersten diagnostischen Maßnahmen bis zur Anwendung der eigentlichen Techniken unter Zuhilfenahme so genannter Lachtests. Jeder Schritt besteht dabei aus Lern- und Praxiselementen und interaktiven Übungen.

Humor
- kann unsere emotionale Einstellung zur Welt verändern
- hilft, dass wir uns gegenüber unseren Gefühlen öffnen
- hilft Blockaden aufzulösen
- hat eine soziale Funktion: gemeinsam lachen heißt innige Gefühle mit anderen teilen
- baut eingefleischte Abwehrhaltungen ab und hilft, Probleme aus einem neuen Blickwinkel besser zu verstehen
- ist der schnellste Weg zu gelungener zwischenmenschlicher Kommunikation
- ebnet uns den Weg zu einer grundsätzlichen Einstellung und Verhaltensänderung, indem wir innere Ressourcen neu nutzen

Leseprobe

Link zum Buch: www.klett-cotta.de

Ausführliche Rezension von Alfred Kirchmayr (Wien)

Hans C. Zander:
Darf man über Religion lachen?

Kurz-Info:



Broschiert - 223 Seiten
Kiepenheuer & Witsch (2005)
8,90 Euro (D)

Wenn sich ein ehemaliger Dominikaner-Mönch, der auch als Gastprofessor an der Universität Essen tätig ist, Gedanken über Humor in den Religionen macht, ist man als Leser sofort neugierig. Hans Konrad Zander ist ein "Spötter vor dem Herrn", und er nimmt seine Leser mit auf eine spannende Reise durch die Welt des religiösen Humors - vom Lachen König Davids über Erasmus von Rotterdam bis hin zu Voltaire, von Martin Luther bis Sigmund Freud, von Joachim Kardinal Meisner bis Wiglaf Droste. "Die Gerechten werden seiner lachen", heißt es schon im Psalm 52. Der Autor widmet sich auch den umstrittenen Humor des Kölner Kabarettisten Jürgen Becker, der in Kardinal Meisner offenbar ein Lieblingsobjekt seiner Witze gefunden hat. "Katholisches", so Zander, sei ein "beliebig verfügbares und verwertbares Beutegut für die Comedy". Und dazu schildert er ein weiteres Beispiel: "Ungewöhnlichen Lacherfolg hatte eine Ausgabe der Titanic mit einem Bild, das Jesus zeigt, wie er in der Agonie am Kreuz mit einer Rolle Klopapier spielt. Dazu der Titel: Spielt Jesus noch eine Rolle?" Zander schreibt ebenso lehrreich wie anregend. Eine köstliche Lektüre, von der man viel lernen kann.

Ausführliche Rezension von Alfred Kirchmayr (Wien)


Andreas Martin:
Mit Humor durch die Bibel Wissenswertes, Kurioses, Rekordverdächtiges

Kurz-Info:



Gebundene Ausgabe - 296 Seiten
St. Benno (2005)
9,90 Euro (D)

Wer mehr erfahren will vom Humor der Christen, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Ein Band, der nach der Abfolge des biblischen Kanon geordnet ist und über 500 Anekdoten, Sprichwörter, Rekorde, Reime und Versprecher aus der Heiligen Schrift versammelt. Der Autor richtet sich vor allem an Praktiker, Prediger und Pfarrer, die auf den fast 300 Seiten zahlreiche Anregungen für ihre Arbeit finden werden. Ein Beispiel: "Begeistert kommt der Sohn vom Bibelunterricht: Ab heute reden wir nur noch mit Bibelworten untereinander! Die Mutter schmunzelt und ist einverstanden. Am nächsten Morgen weckt sie ihren Sohn: Jüngling, ich sage Dir: Steh auf! Worauf dieser antwortet: Frau, meine Stunde ist noch nicht gekommen!"

Karl-Wilhelm Weeber:
Humor in der Antike

Kurz-Info:



Broschiert - 134 Seiten
Reclam (2006)
3,60 Euro (D)

Dass das Wort "Humor" lateinische Wurzeln hat, erfährt der Leser aus diesem kleinen, nicht minder lesenswerten Band. Er versammelt Beispiele aus der klassischen Antike, einer Sprach- und Denkwelt, die unsere Kultur bis heute zutiefst prägt. Versammelt sind Beispiele von Homer über Ovid bis Seneca oder Lukian, der "bösesten Zunge des Altertums". Es sind köstliche Geschichten rund um das Menschliche, allzu Menschliche - Geschichten von Ehepaaren oder Nervtötern, von Kriegshelden oder liebestollen Greissinnen. Doch es sind nicht nur die Zitate, die den Leser faszinieren - in dem Band findet man auch Wandkritzeleien aus Pompeji, die zeigen, wie nah uns diese Menschen und ihr Humor bis heute sind. Wer dieses Buch gelesen hat, versteht, dass unsere Gelassenheit im Umgang mit Satire und Humor ihre Wurzeln in der Antike hat.

Gert Raeithel:
Die Deutschen und ihr Humor

Kurz-Info:



Broschiert - 191 Seiten
dtv (2005)
10,00 Euro (D)

Es sei nur ein Klischee, dass die Deutschen humorlos seien, heißt es in dem Buch des emeritierten Literaturwissenschafter Gerd Raeithel, der in München, New York, Montreal, Stanford, Venedig und Ho-Chi-Minh-Stadt lebte und arbeitete. Ein Mann, der was von der Welt gesehen hat, und Heiterkeit in anderen Kulturen kennt. Der rüstige Ruheständler beweist, dass uns das Lachen eigentlich nie vergangen ist. Er nimmt uns mit auf eine Reise "von Till Eulenspiegel bis Harald Schmidt" und führt uns in historische Milieus. Das mit wunderbar anschaulichen Stichen, Karikaturen und Fotos illustrierte Bändchen zeigt, wie deftig etwa im Dreißigjährigen Krieg mit den "Waffen des Humors" der Feind beharkt wurde - schon damals wurde die Grenze zur Blasphemie häufig überschritten. Doch Gerd Raeithel nimmt nicht nur Kirchenleute oder Lehrer ins Visier, sondern auch Sportler und "Media People". Nach der Lektüre weiß man - nicht alle Deutsche haben Humor. Aber es werden immer mehr. Und der Narr ist unsterblich.

Alfred Kirchmayr:
Witz und Humor - Vitamine einer erotischen Kultur
Kurz-Info:



Wien, Klosterneuburg. EDITION VA bENE, 2006
248 S., fester Einb. /
SBN-10 3-85167-185-6 / 24,90 Euro

Im denkwürdigen Jahr 1905 hat Sigmund Freud ein geniales – und viel zu wenig beachtetes – Buch veröffentlicht: Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten. Dieses Jubiläum nehme ich zum Anlaß, für die stärkere Beachtung der komischen Gesellen Witz und Humor zu werben. Meine Erfahrungen als Psychoanalytiker und Zeitgenosse legen mir dies nahe, denn in jedem Witz ist ein Problem verborgen, das der Beachtung bedarf. Die Entfaltung von Humor fördert trotz aller Misere in der großen Welt und in den kleinen Welten von uns Erdkrustenbewohnern Konfliktfähigkeit, Toleranz und Lebensfreude.

Das Buch versteht sich als Sach- und Lachbuch. Mit vielen Witzen gewürzt, enthält es bescheidene Annäherungsversuche: Das Wesen des Witzes und des Humors; der Clown als scheiterndes Stehaufmännchen; die Rolle von Torheit, Dummheit und Witz im Spiel des Lebens; Witz und Humor in der Psychotherapie; erotische Kultur statt neurotischer Verengung; das Blödeln und kultivierte Kindlichkeit; Wanderungen durch Witzlandschaften; die köstliche Lebensweisheit des jüdischen Witzes. Abschließend folgt ein Gespräch mit Paul Flora über Witz, Humor und Lebenskunst.


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Buchbesprechung von Michael Titze zu Alfred Kirchmayr: Witz und Humor - Vitamine einer erotischen Kultur

Alfred Kirchmayr stammt aus Wien, einer Stadt, in der seit Jahrhunderten ideologische, kulturelle und soziale Gegensätze zu einer kreativen Synthese verschmolzen werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist seit jeher der «Wiener Schmäh», eine facettenreiche Kommunikationsform, die viel Menschenkenntnis, Chuzpe, Unverfrorenheit und (vor allem) kreative Flexibilität voraussetzt. Im Schmäh kommen provozierende Tendenzen aus unbewussten Quellen zum Zug, die prinzipiell ambivalente Auswirkungen haben. So verbindet sich das bissige «Pflanz'n» bzw. Veräppeln des Gesprächspartners mit innigen Verbrüderungswünschen diesem gegenüber. Und in solch einem emotional aufgeladenen Amalgam aus Hassliebe triumphiert schließlich jene «Hetz», die den durchschnittlichen Spaß um Längen überholt.

Im Grunde hat der Schmäh einen psychologisch verfeinerten Gemütszustand zur Voraussetzung, der im eigentlichen Sinne humoristisch ist. Kann es deshalb verwundern, dass die wichtigsten Begründer der Psychotherapie - Sigmund Freud, Alfred Adler und Viktor E. Frankl - zum einen in Wien wirkten und zum anderen einen ganz ausdrücklichen Bezug zum Witz und Humor hergestellt haben? Kirchmayr geht, als ausgezeichneter Kenner der Tiefenpsychologie, auf diesen Hintergrund ausführlich ein. Dabei nimmt er insbesondere Bezug auf Freuds wegweisende An- und Einsichten zu den «Äußerungsformen des Komischen», nämlich den Spaß, den Spott, den Witz und schließlich den Humor.

Über den Spaß wurde im Zusammenhang mit dem Wiener Schmäh ja schon gesprochen; Kirchmayr versteht ihn als eine «Äußerung der Vitalsphäre», was er im 2. Kapitel seines Buches, das die Leser in «das weite Land des Blödelns» führt, ausführlich erläutert. Hier geht es nämlich um «anarchischen Protest und Regression im Dienste des Ich», wobei die üblichen Regeln des Verstandes lustvoll aufgehoben werden: Dies zeigt Kirchmayr anhand von köstlichen Beispielen aus dem Blödelclub um Hans Weigel sowie aus dem Dadaismus, der Blödelrituale mit Tiefgang zelebrierte!

Den Spott und seine verschiedenen Varianten, die allesamt aus aggressiven Quellen gespeist werden, veranschaulicht Kirchmayr - zum Teil schön deftig! - an witzigen Beispielen aus Partnerschaft und postmodernem Geschlechterkampf. In diesen «Himmel und Hölle-Spielen» finden «die vielen schmerzlichen Kränkungen, Verletzungen und grauslichen Enttäuschungen» derjenigen, denen einmal der Himmel voller Geigen hing, ihr fulminantes Finale.
Den Witz sieht Kirchmayr als ein «eher intellektuelles Phänomen, ein Vergnügen des Verstandes beim Hervorbringen von überraschenden und völlig unerwarteten Bezügen». Die spezifischen Techniken veranschaulicht Kirchmayr im letzten Kapitel, und dabei wiederum Freuds Beispiel folgend, großenteils an jüdischen Witzen. So nimmt ein Witz inhaltlich besonders gerne auf jene Tendenzen Bezug, die im Unbewussten aufkeimen, bei ihrer Freisetzung im gesellschaftlichen Leben aber zu mehr oder weniger spürbaren Kontroversen führen können. Das ist zum einen die aggressive Tendenz, die sich besonders deutlich in politisch totalitären Zeiten entwickelt, in denen die Verspottung des normativ Gebotenen in der Regel äußerst riskant ist. Aber dieses Spiel mit dem Verbotenen ist es ja gerade, das den «inneren Clown» zum Witzereißen animiert: Dies ist nicht allein angesichts von diktatorischen Verhältnissen so, sondern ganz allgemein überall dort, wo es um den Umgang mit Tabuthemen geht. Dazu gehört (immer noch) die Sexualität, die Kirchmayr zunächst sexualwissenschaftlich und psychoanalytisch untersucht. Das mag für den Leser zunächst nach anstrengendem Studium aussehen. Doch die vielen, zum Teil recht deftigen Witze, die überall eingestreut sind, erleichtern die Lektüre beträchtlich. Kirchmayr schließt dieses 4. Kapitel mit einem «Plädoyer für eine erotische Kultur der Sexualität» ab, worunter er «eine Kultur der Selbstentfaltung und Gestaltung des sozialen Zusammenlebens [versteht], die mit Lust, Liebe und Vernunft zu tun hat.»

Die Voraussetzung dafür ist jene humorvolle Einstellung, wie sie im 7. Kapitel beschrieben wird. Sie eröffnet die Fähigkeit zur Relativierung, Selbstdistanz und zur kreativen Verarbeitung von Angst, Wut und Verletzungen. Insgesamt ist das Wesen des Humors mithin in einer synthetisierenden Kraft begründet, die Erwachsenheit mit Kindlichkeit, Ernst mit Heiterkeit, Tragik mit Komik, Glück mit Unglück und Leidenschaft mit Gelassenheit versöhnt: «Humor erwächst also aus der Synthese von kindlicher Torheit und erwachsener Weisheit.» Daraus wiederum resultiert die ausgleichende, relativierende und integrative Funktion des Humors.

Fazit: Dies ist ein Buch der Gegensätze. Einerseits fachlich fundiert, mit ernsthaftem Anspruch und bereichsweise recht anspruchsvoll geschrieben, was dem wissenschaftlich interessierten Leser entgegenkommen wird. Andererseits ist dieses Buch durch die vielen eingestreuten Witze, Anekdoten und Zitate so amüsant und leseleicht, dass es sich auch zum kurzweiligen Schmökern oder als Nachttischlektüre eignet. Aus dieser Dialektik heraus erfüllt das Buch somit alle Voraussetzungen für den Prozess der Humorentstehung, der - das weiß der Leser inzwischen - auf die Synthese von Gegensätzen hinausläuft!

Herbert Effinger:
«Lachen erlaubt». Witz und Humor in der Sozialen Arbeit
Kurz-Info:



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www.editionbuntehunde.de
ISBN 3-934941-12-5 / 20 x 13 cm /
Paperback / 60 Seiten / 9,80 EUR

Altenpflege, Krankenhaus, Psychiatrie, Obdachlosigkeit, Drogensucht, Kindesmisshandlung u.v.m. ...
alles Schlagworte aus dem schier unendlich weiten Spektrum der Sozialen Arbeit. Sieht nicht so aus, als gäbe es dabei was zu lachen! Soziale Arbeit gilt deshalb auch für viele als humor- und konturloses Berufsfeld.
Doch nun bringt Herbert Effinger, Professor an der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH), mit gerade seiner Hermeneutik des Sozialarbeiter-Witzes die Kernkompetenzen dieser Profession auf den Punkt.
Süffisant und schmunzelnd liest sich seine interpretierte Witzesammlung mit 23 treffenden Zeichnungen von Wolfgang Menz.
Herbert Effinger gibt allen im Bereich Soziale Arbeit arbeitenden Menschen eine kurzweilige Lektüre an die Hand, die es erleichtert, den Arbeitsalltag mit einer Prise Selbstironie zu versüßen!
Humor ist, wenn man trotzdem lacht, - am besten über sich selbst!

Mark Benecke:
«Lachende Wissenschaft»
Kurz-Info:



Preis: 7,95 Euro
Verlag: Lübbe Verlag
Umfang: 240 Seiten (Deutsch)

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Muss Wissenschaft denn langweilig sein? Die Welt ist voll überraschender Phänomene. Oder wussten Sie zum Beispiel, warum schnarchende Studentinnen schlechtere Klausuren schreiben?

Warum mögen Schafe keinen Hundekot riechen? Warum ist Humor nicht erblich? Weshalb hilft Nachtisch gegen studentisches Lärmen in der Mensa?

Im Auftrag des Komitees des Spass-Nobel-Preises hat sich Dipl.-Biologe Dr. rer. medic. Mark Benecke auf die Suche nach wissen-
schaftlichen Erklärungen für diese und andere Fragen gemacht.
Seine Recherchen zeigen, dass wissen-
schaftliches Arbeiten nicht immer mit Lange-
weile gleichzusetzen ist. Es kommt nur auf die Perspektive an.


Inge Patsch, Dr. Michael Titze:
«Die Humorstrategie»

Kurz-Info:




2004, 240 Seiten zahlr. Illustr., Kt | kartoniert
(Book - softback)
ISBN: 3466306736
 
EUR 15,95 / SFR 29,10 

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Auf verblüffende Art Konflikte lösen.
Eine humorvolle Lebenseinstellung zeichnet sich durch heitere Gelassenheit aus. Dies entspricht der Fähigkeit, Probleme distanzierter und relativierend zu betrachten und dabei originelle Lösungen zu finden. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die Verknüpfung spielerischer, humorvoller, »kindlicher« Verhaltensmuster mit ernst- und gewissenhaften Herangehensweisen.
Michael Titze und Inge Patsch zeigen, wie beide Strategien flexibel kombiniert und damit verblüffendes Argumentieren und Gewinn bringendes Kommunizieren möglich werden. Mit vielen Beispielen, Tipps, Anekdoten und Witzen verdeutlichen sie ebenso amüsant wie überzeugend, dass derjenige, der sein Alltags- und Berufsleben mit Humor und Gelassenheit meistert, viel besser fährt als der, der seine Ziele verbissen und »bierernst« verfolgt.  

Rezension zu Michael Titze «Die Humorstrategie» von René Schweizer


Endlich!

Endlich ist es da, das Buch, dessen Existenz ich mir schon seit vor über einem Dutzend Jahren gewünscht habe, das ich aber nicht in der Lage war, es selbst zu verfassen, weil mir der dazu notwendige theoretische Background fehlte.
In seinem neusten Buch bringt Michael Titze mit seiner Co-Autorin Inge Patsch das zusammen, was er und ich 1991 erstmals gemeinsam zusammenzubringen versucht haben: Theorie und Praxis des Humors.
Im ersten von fünf Teilen findet der Leser in der «Humor-Strategie» einige theoretische Voraussetzungen für die These, dass der Alltag am besten mit heiterer Gelassenheit zu meistern ist und dass diese vitale Grundlebenseinstellung im Spannungsfeld von kindlicher Affektivität und der Vernunft des Erwachsenen gefunden werden kann. Wenn die «Unvernunft» des Kindes mit dem abwägenden Ernst - der «Vernunft» - des Erwachsenen verschmilzt, entsteht aus diesem Widerspruch jene souveräne und heitere Stimmung, welche die Angst einflössenden Probleme des Alltags in Papiertiger verwandelt, die sich mit einem Lächeln unschädlich machen lassen.
Schon Viktor E. Frankl sagte: «Am allervernünftigsten ist es, nicht allzu vernünftig sein zu wollen!» Seit diesem Satz sind Jahrzehnte vergangen. Eine noch junge Wissenschaft, die Gelotologie (von Griech. Gelos = das Lachen), widmet sich der Erforschung den Auswirkungen des Lachprozesses auf die Körperchemie. Dabei sind erstaunliche Erkenntnisse gemacht worden. Beispielsweise stärkt das Lachen das Immunsystem, löst Verspannungen der Muskulatur, verbessert die Durchblutung des Herzens und den Sauerstofftransport, fördert die Ausschüttung von Endorphin, dem sogenannten Glückshormon, von Katecholamin, einem entzündungshemmenden Hormon, und verändert die Balance der Neurotransmitter so, dass depressiven Verstimmungen vorgebeugt wird.
Solche Entdeckungen finden sich auch in anderen Publikationen. Das grosse Verdienst von Titze und Patsch besteht meiner Meinung nach darin, dass sie uns nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Lachen und Staunen bringen.
«Stottern Sie eigentlich immer so?» fragt der Logopäde.
«Gott sei Dank nur, wenn ich spreche!»
Michael Titze, Inge Patsch: «Die Humor-Strategie», Kösel-Verlag, 2004


Jacques Le Goff:
Das Lachen im Mittelalter

Kurz-Info:




Mit einem Nachwort von Rolf Michael Schneider.
Aus dem Französischen von Jochen Grube, 2004,
gebunden mit Schutzumschlag, mit 4 farb.
und 4 s/w Abbildungen, (Orig.: Rire au Moyen Age,
Gallimard, Paris 1999)

EUR [D] 15,00* / sFr 27,40*
ISBN: 3-608-94274-2

Verlag: Klett-Cotta

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«Hat Jesus gelacht?»
Frage eines mittelalterlichen Mönchs

Einfühlsam, klug und mit überraschenden Einblicken in eine vergangene Epoche erschließt Jacques Le Goff in seinem Buch die (ernste) Bedeutung des "Lachens" im europäischen Mittelalter.

Zutiefst verabscheut in Umberto Ecos «Der Name der Rose« der überstrenge Mönch Jorge de Burgos das unterhaltsame Gelächter der Menschen; nichts fürchtet er so sehr wie die Verbreitung einer verloren geglaubten Schrift des Aristoteles über das «Lachen». Eindringlich zeigt Le Goff, welche Bedeutung der mittelalterlichen Mensch dem Lachen zumass:
«Hat Jesus gelacht? Kann Gott überhaupt lachen? Verspottet der lachende Mensch denn nicht die göttliche Weltordnung?», so fragten sich besorgt Mönche und Gelehrte. Und doch: «Wenn Jesus auch Mensch war, dann war er auch ein Wesen, das lachen konnte.»
Anschaulich schildert Le Goff die vielfältigen Anlässe, sozialen Formen und Funktionen des Lachens in der mittelalterlichen Gesellschaft und setzt es in die größeren geschichtlichen Zusammenhänge.
Mit großem historischen Scharfblick und unverwechselbarer Präzision bietet der Autor überraschende Einblicke in ein facettenreiches mentalitätsgeschichtliches Phänomen.
«Le Goff ist mehr als ein Historiker», schreibt M. Buholzer, «er ist ein Erzähler, zuweilen ein Poet der Geschichte.»

Stephan Kuntz, Josef Voglsinger:
Humor, Phantasie und Raum in Pädagogik und Therapie
Zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Ernst J. Kiphard

Kurz-Info:




Verlag Modernes Lernen
2004, 232 S., Format 16 x 23 cm, fester Einb.
ISBN 3-8080-0540-8
Bestell-Nr.: 1156

19,50 Euro • 34,30 sFr.
Subskriptionspreis

ab 1.2.04: Euro 21,50 · sFr. 37,85

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Ein Lächeln im Blick weitet durch den Humor den Raum zur Entwicklung von Phantasie und Vorstellungskraft. In seinem Lebenswerk öffnet Prof. Dr. E. J. Kiphard Entwicklungsräume: Psychomotorisch in seinen Rollen als Clown, Zauberer und Beziehungsstifter. Kern seiner Arbeit ist der im Humor getragene, reflexive Abstand zu sich selbst. In diesem Zwischenraum entfaltet sich die psychomotorische Arbeit. Aktuelle Strömungen in der psychomotorischen Diskussion nehmen diese Grundideen Kiphards erneut auf und entwickeln sie weiter. Die in diesem Band veröffentlichten Beiträge sind eine Zusammenfassung von Vorträgen, Workshops und Diskussionen der Bad Orber Dezembertagungen zur Psychomotorik. Ziel und Tradition dieser Tagung ist es, sich in der Vielfalt pädagogisch-therapeutischer Ansätze zu orientieren und kreative Ideen für die eigene Arbeit im Alltag zu entwickeln. Diese anregende Absicht verfolgt auch dieses Buch. Multiperspektivität und der Mut zu einer transdisziplinären Sichtweise prägen die Auswahl der Beiträge. Die Blickwinkel der namhaften Autorinnen und Autoren erstrecken sich in diesem Buch vom Atem, Tanz und der Bewegung zum fein nuancierten und phantasievollen, inneren Erleben. In seinem Facettenreichtum ist das Buch im Kern orientiert am «auftauchenden Selbst», an der Förderung der Eigenwirksamkeit und dem Aufbau von Selbstzuversicht. Pädagogisch präventive Arbeit wird dabei ebenso betont, wie therapeutisch Mögliches und Notwendiges. Durch die lustvolle Ausschöpfung kreativer Entwicklungszugänge in unserem Berufsalltag möchte dieser Band das Lebenswerk Prof. Dr. E. J. Kiphards ehren. Zum 80. Geburtstag gratulieren wir herzlich.

Jürgen Hargens:
Systemische Therapie ... und gut
Ein Lehrstück mit Hägar

Kurz-Info:




2003,104 S., mit 46 Hägar-Comics,
Format DIN A5, fester Einband
3-8080-0537-8

Bestellung:
Bestell-Nr.: 4323

Preis:
15,30 EUR • 26,90 CHF


Zwei ‘Urgesteine’ systemischer Praxis legen mit diesem Band eine etwas andere Darstellung und Einführung in systemisches Denken und Handeln vor. Jürgen Hargens kann sich auf seine Erfahrung einer 25-jährigen therapeutischen Praxis beziehen und Hägar bringt seine in alltäglichen Begegnungen erworbenen lebenspraktischen Erfahrungen ein. So ist eine Einführung in Grundfragen systemischer Erkenntnistheorie und systemischer Therapiepraxis entstanden, die einen verständlichen, gut lesbaren, kompetenten und humorvollen Abriss wesentlicher Aspekte eines systemischen Verständnisses bietet. Ein Lesevergnügen für zwischendurch und mittendrin, anregend und erheiternd - anders gesagt: wer dieses Buch nicht liest, ist selber schuld.

REZENSIONEN/KOMMENTARE
(1.6.2003) «In der systemischen Therapie darf gelacht werden. Wir sind, wie Wittgenstein sagt, ins Netz der Sprache verwickelt und wissen es nicht. Hägar hilft Jürgen Hargens meisterhaft dabei, diese Verwicklungen als das zu zeigen, was sie sind: Konstruktionen in Sprache. Die Erde ist flach und damit basta! Ob Hägar mir zustimmen würde, dass dies ein wunderbares Einführungsbuch in die systemische Therapie ist? Nein, Bücher findet er nicht nützlich, denn Unwissenheit ist schließlich die ‘Mutter aller Abenteuer...’.» Arist v.Schlippe, Lehrtherapeut am Institut für Familientherapie, Weinheim und Vorsitzender der Systemischen Gesellschaft, Berlin (1.6.2003) «Leicht und mit großem Vergnügen liest sich dieses ‘Lehrstück’. Zentrale Aspekte der komplexen Theorie und der Grundhaltungen systemischer Therapie sind darin klar, gut nachvollziehbar und mit Witz dargestellt – eine Kunst, die Jürgen Hargens, unterstützt von seinem ‘Ko’ Hägar, wunderbar beherrscht.» Prof. Käthi Vögtli, Hochschule für Soziale Arbeit HSA Luzern (1.6.2003) «Wo Witz und Kraft zusammenkommen, ist Hägar zuhause und Jürgen Hargens hat ihn aufgespürt. Kundig und liebevoll übersetzt er die manchmal brachialen Betrachtungen seines ‘Ko’ in die Sprache ressourcenorientierter Therapie. Zusammen unschlagbar.» Wolfgang Loth

Humor bei Kindern und Jugendlichen:
Eine Reise durch die Welt des kindlichen Humors
Von Joachim Schreiner

Kurz-Info:


2003, 372 Seiten,
17 x 24 cm, dt. EUR 32,00
ISBN 3-86135-119-6

Bestellung:
www.vwb-verlag.com


Wie entwickelt sich Humor? Gebrauchen Mädchen den Humor anders als Jungen? Kann man mit Humor besser lernen und Kinder leichter erziehen? Hat das Lachen eine heilende Wirkung auf Kinder und Jugendliche? Was sagt uns das Lachen und der Humor eines Kindes über dessen psychisches Befinden?
Diesen Fragen und zahlreichen weiteren rund um den "Humor bei Kindern und Jugendlichen" geht das vorliegende Buch nach. Wir begleiten das Lachen des Säuglings bis zu den Spässen des Adoleszenten. Es wird dargestellt, wie das Lachen förderlich beim Lernen in der Schule, in der Erziehung, in der psychotherapeutischen Behandlung und der Diagnostik Anwendung finden kann. Der Autor zeigt zudem, dass Humor nicht immer zum Lachen ist und manche seelische Wunde schlagen kann. Wir können sehen, wie sich psychische Krisen von Kindern und Jugendlichen in einem "speziellen Humor" abbilden und welche innere Not Kinder durch Humorzeichnungen darzustellen vermögen.
Das Buch bietet zahlreiche Anregungen für alle die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder sich einfach für den Humor der Kinder interessieren. Es wendet sich im Besonderen an Lehrkräfte, ErzieherInnen, PsychotherapeutInnen, PsychologInnen, PsychiaterInnen und HeilpädagogInnen.

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