Bücher Aktuell:

Therapeutischer Humor usw.


"Psychogramm eines Volkes"
Bodo Müller:
Lachen gegen die Ohnmacht
DDR-Witze im Visier der Stasi




Links Verlag, Berlin 2016
ISBN 978-3-86153-914-8
140 Seiten, 10 Euro.
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Der Nährboden für die politischen Witze gegen den Sozialismus war der Sozialismus selbst. Die Pfeilspitzen der Satire richteten sich gegen alle Bereiche des politischen und gesellschaftlichen Lebens – insbesondere aber gegen die Politiker selbst.
Es wurden schon viele Bücher mit DDR-Witzen über die Mangelwirtschaft, den »Trabi« und die täglichen Mühen des sozialistischen Alltags gefüllt. In diesem Buch werden nicht nur die schärfsten politischen Witze aus 40 Jahren DDR erzählt. Es geht vor allem um Macht und Ohnmacht. In der Einführung des Buches erfährt der Leser: Wie reagierte der Staat auf den Hohn und Spott gegen Partei, Staat und Stasi? Wurde politische Satire als Ventil akzeptiert? Oder mussten die Witzeerzähler für ihren Spott teuer »bezahlen«? Die Antworten sind so vielfältig, wie es das Leben im Sozialismus war.

Rezension von Christoph Müller >>>


Bernhard Walter:
Schreck-Gespenst Alter – Schenken sie ihm ein Lächeln

Weises und Witziges zum Thema Altwerden



148 Seiten
ISBN 9-783842-383685
Intarsien Verlag, CH-Schlieren
Intarsienverlag

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Sprüche und Texte von Philosophen und Humoristen, Lebenskünstlern und Wissenschaftlern, bekannten und unbekannten Autoren.
Alt zu werden ist nicht schwer – alt zu sein dagegen sehr ...
Das kleine Werk von knapp 150 Seiten ist voller Lebensweisheiten, voll Witz und Originalität.
Es nimmt Alltägliches unter die Lupe und existenzielle Fragen.
Es unterhält und lädt zum Nachdenken ein.
Das Buch hat seinen Zweck erfüllt, wenn man es - nach vollendeter Lektüre - mit einem Lächeln weglegt ...


Dijana Delic:
«Humor als Erfolgsfaktor in Unternehmen»
Der Einfluss eines humorvollen Führungsstils auf Motivation, Zufriedenheit und Stressempfinden der Mitarbeiter
Bachelorarbeit

Humor-als-Erfolgsfaktor-in-Unternehmen

Grin-Verlag:
Link zu meiner Arbeit >>>


Leider wird Humor im Berufsleben oft noch immer nicht genügend Beachtung geschenkt, sondern eher belächelt. Dies musste ich immer wieder feststellen, wenn die Menschen mich nach meinem Thema für die Bachelorarbeit gefragt haben oder ich vor der Klasse und den Dozenten meine Arbeit und die Fortschritte zu präsentieren hatte. Mit dem Recherchieren in der Theorie wollte ich die vier verschiedenen Schwerpunktthemen miteinander verknüpfen und zum meinem Bachelorthema zusammenfügen.

Das Thema hat mich gepackt und ich habe in dieser Zeit entdeckt, wie viel – aber auch wie wenig – es zu diesem Thema schon/erst gibt. Ich werde es bestimmt noch weiter verfolgen und nicht ad acta legen, weil es mich privat und beruflich sehr interessiert. ;-)


Harald-Alexander Korp:
«Lachen mit Buddha: Anleitung für mehr Humor und Lebensfreude»
Rezension von Christoph Müller


Harald-Alexander Korp
Lachen mit Buddha:
Anleitung für mehr Humor und Lebensfreude
Taschenbuch – 10. Mai 2016
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Verlag Herder
Auflage: 1 (10. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3451329964
ISBN-13: 978-3451329968
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Gibt es so etwas wie buddhistischen Humor?
Ja, unbedingt, meint Harald-Alexander Korp, der seit über dreißig Jahren auf dem buddhistischen Pfad wandelt und in diesem Buch zeigt, wie buddhistisch inspirierter Humor und Lachen im Alltag zu mehr Gelassenheit, Leichtigkeit und Freude führt. Denn Achtsamkeit und Mitgefühl führen zu einer humorvollen Betrachtungsweise des Lebens und umgekehrt. Mit persönlichen Erzählungen und alltagsnah aufbereiteten Hintergründen vermittelt der Autor Wissen über die buddhistischen Grundregeln und wie wir sie in unseren Alltag integrieren können.

Harald-Alexander Korp, geb. 1961, studierte Religionswissenschaft, Philosophie, Physik. Er lehrt Religionswissenschaften, bildete sich fort zum Lach-Yoga-Trainer, ist Humor-Berater und Sterbebegleiter. Zahlreiche Dokumentarfilme, Theaterstücke, Artikel, Vorträge, Workshops, Seminare zu seinen Themen.

Rezension von Christoph Müller >>> (folgt)


Silvia Rößler:
«Lachen – trotz und alledem» – Darf ich lachen, wenn ich traurig bin?
Rezension von Christoph Müller



Silvia Rößler
Lachen – trotz und alledem.
Darf ich lachen, wenn ich traurig bin?
19 Zeichnungen
Verlag Via Nova Werner Vogel &
Martin Büttner GmbH
ISBN: 978-3-86616-341-6
Paperback, 240 Seiten
1. Auflage
18.95 €
2 Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

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Humorvoll und heiter reichen sich Trauer und Freude die Hand
Dieses Buch ist wahrhaftig ein kostbares Geschenk für alle, die trotz schwerer Krisen, Krankheiten und Schicksalsschlägen wie Trauer und Tod, eine heitere Lebenshaltung entwickeln – oder sich bewahren – möchten. Wie dies gelingen und regelrecht gelernt werden kann, das zeigt uns die Autorin mit bewegenden Beispielen und authentischen Berichten, ganz praktischen Anregungen und Anleitungen aus den Bereichen Lachyoga, Meditation, Tanz, Singen und Malen. Nichts ist befreiender und berührender als ein ehrliches tiefes Lachen, das nicht nur ansteckend wirkt, sondern nachweislich auch Medizin ist für Körper und Seele. Entdecken Sie die Lebenskunst der Heiterkeit!

«Polarität von Lachen und Weinen»
Gelesen von Christoph Müller
Silvia Rößler hat ein Buch geschrieben, das den Atem des Alltags spüren lässt. Sie macht aus der eigenen Seele kein Geheimnis. Nein, sie lässt tiefe Einblicke in eigene Lebenserfahrungen zu und ermöglicht Einblicke in Bewältigungsversuche, die sie individuell hat leben können. Das Buch «Lachen – trotz und alledem» ist ein Glücksfall unter den Büchern, die sich die Beschäftigung mit dem therapeutischen Humor zur Aufgabe gemacht haben.
Wer kennt die Erfahrung nicht? In der sozialen Gemeinschaft möchte man den Eindruck erwecken, man sei ein fröhlicher Mensch, der die Aufgaben der Gegenwart immer tapfer schafft. Für die ein oder andere Träne, die man verdrücken will, zieht man sich jedoch in das private Schneckenhaus zurück. Die Menschen um einen herum sollen ja nicht mitbekommen, dass man sich schwach fühlt und unter Überforderung leidet.
Silvia Rößler hat aus der Not wohl eine Tugend gemacht. Sie hat nach Möglichkeiten gesucht, wie die Polarität von Lachen und Weinen, die eigentlich ganz selbstverständlich zum Leben gehört, in das Leben integriert werden kann. Es wirkt banal, wenn sie schon am Anfang des Buchs fragt, ob gelacht werden dürfe, wenn man traurig sei. Wer sich selber reflektiert, der wird ahnen, wie schambesetzt diese Fragestellung sein kann, wie schnell der Einzelne die Erwartungen seiner Umwelt möglicherweise nicht erfüllt.

Ganzer Text:
Rezension von Christoph Müller >>>


Harald Alexander Korp:
«Am Ende ist nicht Schluss mit lustig», Übung des memento mori
Rezension von Christoph Müller



Harald Alexander Korp:
«Am Ende ist nicht Schluss mit lustig -
Humor angesichts von Sterben und Tod»
Gütersloher Verlagshaus,
Gütersloh 2014
ISBN 978-3-579-07034-6
255 Seiten
19.90 Euro.

Humorcare-Mitglied Harald-Alexander Korp überzeugt mit neuem Buch
Eine Überzeugung des Religionswissenschaftlers Harald-Alexander Korp spricht Bände: « … man muss nicht religiös sein, um die Endlichkeit der eigenen Existenz zu erkennen und die Übung des memento mori in das Leben zu integrieren.» (244) Mit seinem neuen Buch «Am Ende ist nicht Schluss mit lustig» gibt Korp eine gelungene Vorlage.
Was scheinbar unvereinbar erscheint, dies macht Korp nicht unbedingt passend. Doch ermöglicht er mit seinem Buch, sich mit einer gewissen Leichtigkeit dem Sterben und dem Tod zu nähern. So formuliert er: «Humor ist eine Bewältigungsstrategie, um mit Konflikten gelassener umgehen zu können … Die Wirkung von Humor besteht darin, Distanz herzustellen, wenn zu viel Nähe und Verstrickung drohen, und umgekehrt, Nähe zu schaffen, wenn Kälte und Distanz Einzug halten - und dies auf spielerische, also lustbetonte Weise.» (85)
Diese Andeutung zeigt gleichzeitig, was die Lektüre des Korp-Buchs ausmacht. Es ist keine Schwermut, die das Lesen begleitet. Mit Freude greift man dazu. Deshalb eignet es sich hervorragend als Orientierungshilfe für pflegende Angehörige und für professionell Tätige, die Sterbende begleiten. Es kann auch als Brevier zur Hand genommen werden, um durch den November zu kommen und sich im dunklen Monat mit einem existentiellen Thema des Lebens zu beschäftigen.
Korp schafft es, düstere Momente des Lebens mit vielen Lichtpunkten zu versehen. Der Religionswissenschaftler und Philosoph Korp will mit der Heiterkeit den Tod und das Sterben nicht verdrängen, vielmehr ist es seine Absicht, das Sterben und den Tod im Blick behalten ohne die Freude und den Optimismus am Leben nicht zu vergessen.
Insofern stellt sich die Frage, ob Korp das Buch «Am Ende ist nicht Schluss mit lustig» nicht als eine Trotz-Schrift gegen den ernsthaften Blick auf das Sterben und den Tod versteht. Dafür sprechen auch Worte aus seiner Einleitung: «Es ist hilfreich, nicht nur die belastenden Umstände zu sehen, sondern die positiven, kraftspendenden Ressourcen zu nutzen. Humor bedeutet mehr und ist etwas anderes als lustig zu sein. Humor heisst, sich immer an die unterstützende Kraft von Lachen und Freude zu erinnern, sie wertzuschätzen und einzusetzen. Daraus kann auch in schwierigen Momenten eine entspannende Leichtigkeit erwachsen.» (9)
Korp arbeitet ehrenamtlich in einem Hospiz. Seine Worte sind nicht Fiktion. Es sind Gedanken, die aus der Reflexion einer ehrenamtlichen Praxis, aber auch aus einer wissenschaftlichen Beschäftigung mit Sterben und Tod sowie Lachen und Humor erwachsen. Kenntnisreich einerseits, mit einem persönlichen Ton andererseits schreibt Korp das Buch. Dies macht die Lektüre für Praktiker wie Theoretiker, für unmittelbar Betroffene und auch derzeit Distanzierte spannend. Vor allem rückt Korp ein Thema in die Aufmerksamkeit, über das häufig lieber geschwiegen wird.
Mit dem Buch «Am Ende ist nicht Schluss mit lustig» gibt Korp Hoffnung, wo Verzweiflung und Trauer Überhand zu nehmen scheinen. Seine Heiterkeit und seine Freude am Spielerischen gilt es aufzugreifen, um dem Sterben und dem Tod irgendwie die Zähne zu zeigen - bei aller Aussichtslosigkeit.

Rosina Sonnenschmidt:
Ruhelos in Ruß und Nebel. Eine Kindheit im Ruhrpott.
Rezension von Michael Titze



Amazon Distribution, Leipzig, 2014.
TB 224 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN-13: 978-1495928642
20,3 x 12,7 cm / EUR 9.46
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Rosina Sonnenschmidt ist, das darf man ruhig so sagen, in aller Munde: Die promovierte Musikethnologin ist Autorin vieler Sachbücher zum Thema Heilkunst und ganzheitlicher Behandlung in der Homöopathie sowie zum Thema therapeutischer Humor. Sie ist auch eine bekannte Clowntrainerin, Ausbilderin für zertifizierte Humorberater und seit 2013 auch 1. Vorsitzende von HumorCare Deutschland-Österreich. Wer so viel zu bieten hat, wird natürlich auch als Person Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das betrifft nicht nur die Leser/innen der vielen Bücher, die Rosina Sonnenschmidt schrieb, sondern auch diejenigen, die sie von Seminaren, Kongressen, Humor-Events oder auch von privaten Begegnungen her kennen.

Nun wird die Katze in einem authentischen Erlebnisbericht aus dem Sack gelesen. Rosina Sonnenschmidt nennt dieses vor kreativer Phantasie nur so sprühende Werk »Autobiografie«. Doch diese Bezeichnung ist zu kurz gegriffen. Denn was Rosina Sonnenschmidt in ihrem wunderbar leseleicht verfassten Buch vorlegt, das ist auch eine Kultur- und Alltagsgeschichte der jungen Bundesrepublik, exemplifiziert am Schicksal einer typischen »Malocherfamilie« aus dem Ruhrpott. Dorthin verschlug es die kleine Rosina im Alter von 5 Jahren, nachdem ihre junge Mutter von einem gewissen Cornelli verlassen wurde. Obwohl dieser zirkusorientierte Luftikus im realen Leben seiner Tochter Rosina nie präsent war, blieb er, der Super-Clown, für diese stets das große künstlerische Vorbild. Ihm eiferte sie in all den Jahren ihres ereignisreichen Lebens unverdrossen und konsequent nach.

Doch zunächst kam die Realität eines grauen Alltags im Ruhrpott, der von vier Protagonisten flankiert wurde: Das war die patente Kölsche Oma, die ihre Enkelin mit der fantastischen Welt von Jesus, Maria und all den Heiligen im Gefolge von Josef vertraut machte: Mit diesen Überirdischen sollte Rosina fortan sehr konkret und immer auf Augenhöhe lebhaften Umgang haben. Als nächstes kam die tapfere, vielfach überforderte, aber immer auch verlässliche Mutter dazu, die sich für ihre Kinder dermaßen abstrampelte, dass diese tatsächlich auf den berühmten grünen Zweig gelangten. Dies wäre ihr aber nicht gelungen, hätte es nicht den verschlossenen, brummeligen und oft völlig überforderten Stiefvater gegeben, der jahraus, jahrein in den Schacht fuhr, um seine Familie in der verrußten, schwefelgelb vernebelten Welt des Ruhrpotts einigermaßen anständig am Leben zu erhalten. Obwohl diesem Mann immer wieder mal die Hand ausrutschte, und zwar gehörig, baute sich doch eine Beziehung zwischen ihm und Rosina auf, die von gegenseitigem Vertrauen und unverkennbarem Respekt geprägt war. Und schließlich gab es noch die kleine Schwester, das »Baby«. Sie stand von Anfang an im Schatten von Rosina und kam dennoch prima mit ihr aus.

Das wären die Rahmenbedingungen, unter denen ein kleines, unglaublich phantasievolles Mädchen helles Licht und buntes Leben in die triste, lichtarme und rußgeschwärzte Welt von Fördertürmen, Abraumhalden und beengten Arbeitersiedlungen brachte. Um ein Beispiel anzuführen: Mit Hilfe eines Fernrohrs schlich sie sich nachts, bei klirrender Kälte, vors Haus, um als »Sternguckerin« die Enge dieser Welt zu verlassen und mit einem »Gefühl der Schwerelosigkeit« in die helle Sphäre einzutauchen, die von »Gott, Jesus, Maria und dem Heiligen Josef« bewohnt ist. Auch wenn es dafür vom Vater Dresche geben mochte, für Rosina war dies das Portal in eine Welt, in die sie seither konsequent (und erfolgreich) hineingewachsen ist. Selbst in den engen Schulalltag der Ruhrpottschule floss diese phantastische Welt ein. Rosina Sonnenschmidt führt als ein Beispiel jenes Nonsensgedicht an, das sie im Deutschunterricht gereimt hatte:

Wer will denn was von mir als Kind,
da lauf ich weg so ganz geschwind.
Ich zeig dem Papa so ne Nas,
denn morgen kommt der Osterhas.

Alles, was nicht der festgefügten Norm des tristen Alltagslebens folgte, war für Rosina eine Herausforderung. So gelang es ihr, in eine Welt einzutauchen, in der andere, neuartige Regeln galten. Sie schreibt (S. 123, 125): »Ich sprach mit allen Dingen, denn alles schien mir beseelt und lebendig. Ich bekam ja auch Antwort aus dem Reich des Unsichtbaren. Es gab keine Kinderpsychologen und das war gut so. Meine Eltern fanden sich nur schwer damit ab, dass ich laut redend durch die Gegend lief. Mein Vater gab es irgendwann auf, mich zu fragen: Mit wem redest du denn da?« Und das war gut so: Denn mal sprach sie mit dem Schrank, mal mit einem Lehmklumpen und mal mit einer Pflanze, die sie Fee nannte. Für den Vater war klar: »Dat Kind is komisch.«

Gerade dieses unbegrenzte komische Talent ermöglichte es Rosina Sonnenschmidt in der Folge ihres bewegten Lebens, eine nahtlose Verbindung von medizinischer Wissenschaft und darstellender Kunst und Musik herzustellen. Wer ihre vielen Bücher über Homöopathie und therapeutischen Humor liest, wird dies unschwer erkennen. Doch auch in pädagogischer Hinsicht haben die phantasievollen Ereignisse aus der Kindheit und Jugend ihre Auswirkungen gezeitigt. Rosina Sonnenschmidt schreibt (S. 193): »Seit Schüler/innen in meine Praxis kommen, zugetextet von Stoff, erlahmt durch zu viel Theorie, sorge ich erst dafür, dass sie Zugang zu ihren Potenzialen finden und die verwirklichen, egal, wie sonderbar sie sein mögen, egal, wie die Außenwelt darauf reagiert. Was man aus dem Herzen heraus tut, bringt Erfolg und Selbstverwirklichung.«

Diese schöpferische Verschmelzung von realer Alltagswelt und phantasievoller Kreativität wird bei der Lektüre dieser bewegenden Autobiografie ganz unschwer nachvollziehbar. Dem Leser, der Leserin ist dabei ohne jeden Zweifel ein Lesevergnügen sicher, das spannend, lehrreich, provokativ und – nicht zuletzt – sehr amüsant ist!

Lehrreich und leseleicht amüsant:
«Macht Lachen schön?»
Humor-Coach Korp veröffentlicht ein neues Buch
Rezension von Christoph Müller



Harald-Alexander Korp:
«Macht Lachen schön?»,
223 Fragen (und Antworten)
rund um Humor, Witz und Lachen
HCD-Verlag, Tuttlingen 2014
ISBN 978-3-938089-19-4
319 Seiten
16.90 Euro

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Kennen Sie die Situation nicht auch? Es gibt mehr Fragezeichen zu einer konkreten Unsicherheit in Ihrem Kopf. Es wäre nichts einfacher als jemanden zu fragen, der sich damit auskennt. Doch es fehlt der Mut oder was auch immer. Wenn es in solchen Situationen künftig um das Lachen, den Humor und die Heiterkeit geht, dann können Sie ruhig das Buch «Macht Lachen schön?» in die Hand nehmen. Denn der Lach-Yoga-Trainer und Humor-Coach Harald-Alexander Korp, der sich seit Jahren bei Humorcare Deutschland/Österreich engagiert, hat nun Vorsorge getroffen.
Unter den 223 Fragen, die Korp im Zusammenhang mit dem Lachen und dem Humor beantwortet, finden Sie sicher auch einige, die Ihnen auf der Zunge liegen. Auch Michael Titze, die Leuchtfigur des therapeutischen Humors, lässt in seinem Vorwort durchblicken, das er von Korps neuem Buch begeistert ist: «Was genau hinter dem Humor und seinen Geschwistern steckt, werden Sie in diesem ebenso lehrreichen wie leseleicht amüsanten Buch erfahren.»
Natürlich beantwortet Harald – Alexander Korp, der einmal Theologie, Philosophie und Physik studiert hat, gängige Fragen zum Humor und zum Lachen. In seinem Buch «Macht Lachen schön?» macht er sich aber auch auf Wege, die bislang fast gar nicht gegangen worden sind. So fragt Korp unter anderem, ob Lachen beim Sex helfe. So plaudert Korp davon, dass es Paare gibt, die sich mit wachsender Begeisterung Witze bei der körperlichen Begegnung erzählten. Denn so könnten sie den Samenerguss des Mannes immer wieder hinauszögern und hätten mehr vom gemeinsamen Liebesspiel.
Diese Episode soll jedoch nicht den Eindruck vermitteln, dass Korps Buch durch und durch ein schlüpfriges Buch sei. Mit Sachlichkeit, natürlich auch spürbarer Begeisterung für den therapeutischen Humor und die wissenschaftliche Betrachtung führt er die Leserin und den Leser durch die Freuden des Humors, des Lachens und der Heiterkeit. Es gibt keinen Moment, während dem es langweilig wird.
Das Gegenteil ist der Fall. Vielmehr spürt man, wie vielschichtig der Humor eigentlich ist. Der Humor prägt nicht nur den Alltag. Der Humor hat auch Wissenschaften und Künste geprägt. So geht Korp mit den Leserinnen und Lesern einen Weg, der den Bildungshorizont erweitert. Korp fragt beispielweise auch, ob denn Götter und Co. lachten. Was Philosophen witzig finden, hat ihn beim Schreiben des Buchs bewegt. Er schaut aber auch auf diejenigen, für die Lachen Arbeit ist – die Clowns und Komiker, die Wissenschaftler und Zeichner.
Wer skeptisch ist, ob er oder sie sich von dem Buch «Macht Lachen schön?» begeistern lässt, der wird sich von der angenehmen Respektlosigkeit Korps mitnehmen lassen. Wer fragt denn sonst, ob der Weinsäufer Jesus lacht oder ob es im heutigen Israel Holocaust-Witze gebe? Spätestens wenn Sie Korps Buch zuklappen und auf den Wohnzimmertisch legen, haben auch Sie ausreichend Respektlosigkeit und Freundlichkeit, Fragen zu stellen, für die Sie sich lange geschämt haben.

Erika Kunz • Rosina Sonnenschmidt (Hrsg.)
Wege zum Humorberater -
Fortschritte im Therapeutischen Humor

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Rezension von Christoph Müller als PDF



Klappentext:
Die Wege zu einer neuen Aufgabe, sogar zu einem neuen Beruf sind geebnet:
23 Autor/innen überraschen Sie mit Beispielen und Ideen, wie Sie als Humor-Berater oder Humor-Coach in Therapie, Pflege, Klinik, Pädagogik, Theologie und Kunst arbeiten können. Diese Berufsfelder werden in unserer Gesellschaft immer mehr gefragt. Denn in immer mehr Unternehmen (und nicht nur im sozialen Bereich) reift die Einsicht, dass emotionale Werte zum unternehmerischen Erfolg beitragen.
Auf anschauliche, leicht verständliche Weise werden die Module des Fort- und Ausbildungskonzepts vorgestellt. Und vielleicht spüren Sie: «Das könnte ich lernen, das würde mir Freude bereiten, das könnte mich begeistern!» – Oder wünschen Sie sich «lediglich» ein ungewöhnliches Lesevergnügen?
Erfahren Sie, in wie vielen Lebensbereichen sich die positiven Strömungen des Humors durchzusetzen beginnen. Humorvolle Menschen tragen aktiv dazu bei, dass unsere Welt friedlicher bleibt, dass es hier und da heller und hoffnungsvoller wird und Heilung stattfindet. Ein Buch zur Aktivierung Ihrer Lebensfreude!

HCD-Verlag (Humorcare DA), 2013
ISBN 3-938 089-17-2
333 Seiten, kartoniert, 19,90 €

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«Kleinbasel und der Humor in der Therapie»
Hommage an René Schweizer
Hrsg.: Michael Titze

Kurz-Info:


Zum 70. Geburtstag von René Schweizer, dem Initiator u.a. der 5 Internationalen Kongresse «Humor in der Therapie» 1996-2000 in Basel hat der Humorforscher und 1. Vorsitzende von HumorCare Deutschland-Österreich, Dr. Michael Titze, ein Buch herausgegeben. Der grösste Teil sind Texte von ihm über Schweizers «dadaistische» Eskapaden und Skurrilitäten. Dazu kommen Beiträge von aktiven Lachtherapeuten sowie u.a. von Dr. Eleonore Höfner vom Institut für Provokative Therapie in München und von vielen international bekannten Pionieren, die sich zum therapeutischen Humor im allgemeinen und zu den Ereignissen um Kleinbasel herum im besonderen äussern. Auch erfährt man die ganze Geschichte des 1996 gleichzeitig gegründeten Vereins humor.ch mit seiner heute noch betriebenen Website www.humor.ch sowie über HumorCare, die Stiftung Humor & Gesundheit, die Huusglön und was sonst alles auch noch durch dieses Netzwerk entstanden ist. Geleitwort von Prof. Dr. Raymond Battegay, Basel.

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Von der Irritation zur inneren Überzeugung
Humorcare veröffentlicht Humor-Jahrbuch 2012:
Harald-Alexander Korp / Christoph Müller / Michael Titze (Hrsg.):
Mit Humor und Heiterkeit Krisen meistern.
HCD-Verlag, Tuttlingen 2012,
ISBN 3-938089-92-4, 162 Seiten, 12.80 Euro.

Kurz-Info:



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Für Irritation sorgt es bei manchen Zeitgenossen, dass man Krisen mit Humor und Heiterkeit bewältigen kann. Es ist nicht das Naheliegende. Umso wertvoller erscheint es, was Aktive von Humorcare Deutschland mit dem Jahrbuch «Mit Humor und Heiterkeit Krisen meistern» vorlegen. Denn die Autorinnen und Autoren bieten die Gelegenheit zum Querdenken und Querlachen. Nicht anders ist es zu verstehen, wenn der Wiener Theologe und Psychologe Alfred Kirchmayr der Überzeugung Ausdruck gibt: «Humor und humorvolle Witze fördern die Kunst des Darüberstehens – in kleinen und in großen Notfällen.» Mit der Fragestellung «Kann man im Angesicht eines Suizids heiter sein?» fassen der Psychologe Thomas Holtbernd und der Krankenpfleger Christoph Müller ein heißes Eisen an.
Der Berliner Mediziner und Liedermacher Karl-Heinz Bomberg schreibt in dem aktuellen Jahrbuch von Humorcare Deutschland zum Thema «Humor und politische Traumatisierung». Der Altvordere des therapeutischen Humors, Michael Titze, schreibt unter der Überschrift «... trotzdem Ja zum Leben sagen» über den Humor in existenziellen Ausnahmesituationen. Mit dem Blick auf Viktor Frankls Erfahrungen im nationalsozialistischen Konzentrationslager resümiert Michael Titze: «So zeigte sich gerade im Konzentrationslager, dass selbst die Größe menschlichen Leids nur etwas Relatives ist, sobald jenes aus der Sicht des Humors betrachtet wird. Die damit einhergehende Einstellungsänderung ermöglichte es den Häftlingen, die sich - realistisch gesehen - in einer ausweglosen Situation befanden, geradezu über sich selbst hinauszuwachsen.»
Die Clownin Sigi Karnath macht sich Gedanken über «Humorinterventionen im pädagogischen Alltag» und überschreibt ihren Beitrag mit dem kernigen Satz «Der Witz liegt in der Krise». Sie schlussfolgert auf dem Untergrund ihrer clownesken Arbeit: «Der Clown hat gelernt, die Krise zu lieben. Denn die Krise, das ist der Moment, wo alles zu sehen und zu spüren ist ... Die Krise ist der ideale Platz zur Transformation in etwas Anderes. Das Transportmittel ist das Lachen über sich selbst oder mit sich selber.» Der Clown David Gilmore schreibt über «Die Lösung in der Not - Die Komik des Ernstes». Gilmore meint, der Clown entdecke in der Not das Spiel und die Lebendigkeit, «wie manche Menschen in der Herausforderung die Leistung.»
Während der Lektüre des Buchs «Mit Humor und Heiterkeit Krisen meistern» sind die Lesenden immer wieder herausgefordert, gewohnte Denkweisen hinter sich zu lassen. Lesende müssen sicher an der ein oder anderen Stelle, eigene Positionen zu überdenken. Dies ist aber die besondere Herausforderung der Lektüre. «Mit den Augen der Freude - Flow und Freude in der Humorarbeit» heißt der Titel des Beitrags, den Jenny Karpawitz und Udo Berenbrinker geschrieben haben. Die österreichische Humorarbeiterin Inge Patsch lebt den Humor in eigener Weise: «Humor trotz(t) Schmerzen». Das Buch «Mit Humor und Heiterkeit Krisen meistern» wird den Leser und die Leserin von der Irritation zur inneren Überzeugung führen. Dies ist gut so.
Das Jahrbuch «Mit Humor und Heiterkeit Krisen meistern», das Humorcare Deutschland Österreich herausgegeben hat, ist über www.humorcare.com erhältlich. Es kostet 12.80 Euro plus Versandkosten.

«Spiel ist mehr als Zeitvertreib»
Fachzeitschrift stellt das Spiel und das Spielen in den Fokus

Kurz-Info:



Bestellung: www.thieme.de


«Spiel ist weit mehr als Zeitvertreib … Aber wenn wir nicht spielen, dann drohen wir als Pflegende unsere Kreativität zu verlieren.» Mit diesen Worten lädt Prof. Dr. Michael Schulz zum Themenheft «Verlorene Schätze erkunden – CNE Spiel und Spielen», das die Fachzeitschrift «Psychiatrische Pflege Heute» aus dem Stuttgarter Thieme – Verlag in diesen Tagen thematisiert. Der Inhaber des Lehrstuhls für Psychiatrische Pflege an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld versucht mit einer ungewöhnlichen Brille auf das Spielen zu schauen, wenn er schreibt, Pflegende könnten das Medium des Spiels einsetzen, «um eine sinnliche Erfahrung zu ermöglichen».

Dies sind auf den ersten Blick befremdliche Worte für psychiatrisch Pflegende. Sie sind aber eine logische Konsequenz, wenn man sich die Aufsätze zum Thema genauer anschaut. Der Theologe und Psychologe Thomas Holtbernd, der seit langen Jahren bei Humorcare Deutschland aktiv ist, bringt es auf seine unnachahmliche Weise auf den Punkt: «Die Heiterkeit des Spiels ist damit verbunden, dass es zweckfrei ist. Sie wird beim Spiel weder verordnet, noch erwartet, sie ist nicht Ziel, sondern Ergebnis. Über all dem … liegt ein Hauch von Humor und im Spiel erfährt sich der Mensch in der Dialektik des Ernstheiteren.» Thomas Holtbernd lässt sich in seinem Aufsatz «Ein Hauch von Heiterkeit – Die Grundlagen des Spiels» zum Spielerischen aus. Unter anderem beschreibt er das Spiel als «eine Form der Weltflucht».
Wenn man solche Gedanken liest, stellt sich natürlich die Frage, inwieweit der Bogen zu spannen ist vom Grundsätzlichen des Spiels zu den Humoraktivitäten von Humorcare in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es gibt viele Parallelen und Übertragungsmöglichkeiten vom Spiel zum Humorvollen und Clownesken. Beispielsweise unterstreicht Thomas Holtbernd: «Spiel reizt dazu, seine Rollen zu verlassen, neue Rollen auszuprobieren oder dem Ernst des Alltags etwas Spielerisches und manchmal sogar etwas völlig Verrücktes entgegenzusetzen.»
Von den verlorenen Schätzen, die es zu erkunden gilt, schreibt in diesem Themenheft der «Psychiatrischen Pflege Heute» der Psychiatriepfleger Christoph Müller. Den Humorfreunden in Deutschland und der Schweiz ist er als Sprachrohr der psychiatrischen Pflege und des therapeutischen Humors bekannt. Seiner Rolle wird er in seinem Beitrag auch gerecht. Er schreibt davon, dass Lebendigkeit statt Leiden herrschen solle im psychiatrischen Versorgungsfeld. Das Spielen sei ein Abbild des Lebens ausserhalb der Klinikmauern. Der Grenzenlosigkeit psychisch veränderter Mensch setzt Christoph Müller mit dem Spiel eine Regelhaftigkeit und Ordnung entgegen. Psychiatrisch Pflegende versteht er als Modell für psychisch veränderte Menschen. Sie könnten zeigen, wie Niederlagen bewältigt werden können. Psychiatrisch Pflegende könnten vor allem vorleben, wie mit Phantasie und Querdenken noch ein Sieg errungen werden könne, «obwohl er unerreichbar schien».
Ergänzt wird das abwechslungsreiche Themenheft «Spiel und Spielen» der Fachzeitschrift «Psychiatrischen Pflege Heute» durch den Beitrag «Wir spielen ja nur», mit dem der Krankenpfleger und Erlebnispädagoge Sebastian Bluhm die Erfahrung vermittelt, dass mit dem Spielerischen auch Beziehung geschaffen wird.
Erhältlich ist das Themenheft «Verlorene Schätze erkunden - CNE Spiel und Spielen» der Fachzeitschrift «Psychiatrische Pflege Heute» beim Thieme-Verlag oder im Buchhandel (ISSN 0949-1619).

Irina Falkenberg, Paul McGhee, Barbara Wild
Humorfähigkeiten trainieren
Manual für die psychiatrisch-psychotherapeutische Praxis

Mit einem Geleitwort von Martin Hautzinger
Schattauer-Verlag, Stuttgart 2013
2012. 128 Seiten, kart.
Euro 29,95 (D) / Euro 30,80 (A)
ISBN 978-3-7945-2820-2

Kurz-Info:



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Autoren.pdf / Bestellung.pdf



Gibt es nicht schon ausreichend grundlegende Bücher zum therapeutischen Humor? Was ist denn der Benefit des Buchs «Humorfähigkeiten trainieren»? Mit vergleichbaren Reaktionen reagiert man möglicherweise, wenn man das Buch «Humorfähigkeiten trainieren» in den Regalen der Buchhandlungen erblickt. Doch schnell schlägt die scheinbare Langeweile in Begeisterung um, wenn man sich durch das Buch blättert. Denn die Psychiaterinnen Irina Falkenberg und Barbara Wild sowie der Psychologe Paul McGhee haben ein Buch vorgelegt, das nicht nur Beachtung verdient. Das Buch «Humorfähigkeiten trainieren» sollte vor allem gelebt werden.
Dies fällt auch nicht unbedingt schwer. Denn sehr praxisnah stellen die beiden Autorinnen und der Autor zahlreiche Möglichkeiten der praktischen Anwendung des therapeutischen Humors vor.
Falkenberg, McGhee und Wild machen praktikable Vorschläge, wie Humor und Lachen auch ihren Ort auf den psychiatrischen Stationen und in den ambulanten Settings finden können. Sie eröffnen Perspektiven, wie aus einer leidvollen seelischen Erschwernis möglicherweise eine gelassenen Heiterkeit werden kann. Sie glauben es nicht. Dann suchen sie den direkten Weg zum Buchhändler Ihres Vertrauens.
Vertrauen und eine gemeinsame Beziehung gehören sicherlich zum Gelingen des von Falkenberg, McGhee und Wild vorgeschlagenen Weges. Doch das Manual für die psychiatrisch-psychotherapeutische Praxis macht diesen gemeinsamen Weg leicht. Der gute Wille des einzelnen erscheint als der Schlüssel zum Glück. So schreiben Falkenberg, McGhee und Wild zum Beispiel: «Als Fazit hieraus ergibt sich, dass Humor, genau wie die Schönheit, im Auge des Betrachters liegt. Gelegenheiten, sowohl Humor als auch Schönheit zu entdecken, gibt es genügend, man muss nur nach ihnen suchen.»
Es ist natürlich vieles in dem Buch «Humorfähigkeiten trainieren» versteckt. Doch muss man nach der Lektüre feststellen, dass sich die Spurensuche lohnt. Denn Falkenberg, Mc Ghee und Wild schaffen es, eindrückliche Bögen zu schlagen. In dem Buch finden sich grundlegende wissenschaftliche Aussagen, die aktuell er scheinen. Sie stellen aber auch ein Gruppenprogramm vor, mit dem sich die psychisch veränderten Menschen auf die Suche nach der eigenen Heiterkeit machen können. Eine «Spielekiste» findet sich in dem Buch, wie sich auch Vorlagen für Arbeitsfolien bzw. Aufgabenkärtchen finden, die die betroffenen Menschen in den Alltag mitnehmen können.
Der Gewinn der Humorarbeit, aber auch des Buch «Humorfähigkeiten trainieren» ist die Sicht auf das Leiden der Menschen: «Ziel ist es nicht, eine vorhandene Störung durch spezifische Techniken zu behandeln, sondern störungsübergreifend ein salutogenetisches Element einzuführen und zu fördern.» Na dann, viel Spaß dabei.
Christoph Müller

Fröhliche Chaoten - Clown-Buch setzt Akzente in der Altenarbeit
Ulrich Fey:
Clowns für Menschen mit Demenz -
Das Potential einer komischen Kunst.
Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Dr. Rolf Dieter Hirsch
183 Seiten, 16,90 EUR / 23,50 CHF
ISBN 978-3-86321-015-1

(Renzension von Dr. Michael Titze.pdf)

Kurz-Info:



www.mabuse-verlag.de / Auslieferung Schweiz


«Der Clown kommt ohne Auftrag, ohne Botschaft: Er ist die Botschaft. Damit hilft er, das Schicksal anders zu betrachten. Krankheit und Leid werden relativiert, nicht verharmlost, nicht dramatisiert. Das Komische und Heitere des Alltags bekommen wieder Raum, dürfen sichtbar werden. Das hilft, auf die Potentiale zu schauen als auf die Defizite.» Mit diesen Worten beschreibt der Clown Ulrich Fey, weshalb er als Clown zu den dementen Menschen geht. Es ist eine gute Botschaft. Schließlich versucht er in dem Buch «Clowns für Menschen mit Demenz» nicht mit großen Worten, sein Handeln zu begründen. Er beschränkt sich darauf, den Kern seines humorvollen Schaffens zu beschreiben. Dies macht den Charme des Buchs «Clowns für Menschen mit Demenz» aus.
Es bildet die Wirklichkeit von Clowns in den Altenhilfeeinrichtungen der Gegenwart ab.
Dabei wagt es Ulrich Fey natürlich, auch die in der Historie immer wieder beschriebene Rolle der Clowns zu Hilfe zu nehmen. In gewissem Sinne seien Clowns die «wahren Anarchisten», «weil sie im Ignorieren aller strukturbedingten Werte eine Art verdeckte Rebellion führen. Sie widersetzen sich der Langeweile, der Anpassung und dem Mittelmaß». Dies sind natürlich kernige Worte, die auch die Frage stellen, inwieweit diese Fähigkeiten den Alltag in der Gegenwart auch lebendiger machen können.
Was in den Einrichtungen der Altenhilfe heutzutage allzu alltäglich erscheint, wird mit dem Buch «Clowns für Menschen mit Demenz» noch einmal inhaltlich begründet. Es ist natürlich beeindruckend, dass für Fey der Begriff der Begegnung entscheidend ist. Für ihn ist die Arbeit als Clown in einem Altenheim aber auch mehr. Er schreibt zum Beispiel vom «Kontakt zur Kindheit». Fey schaufelt aber auch in den eigenen Gründen, wenn er schreibt: «Der Clown steht als Synonym für Kontakt. Der aufrichtige, tiefe Kontakt zu anderen Menschen setzt eines voraus: Den aufrichtigen und tiefen Kontakt zu sich selbst.»
Ulrich Fey macht sich viele grundsätzliche Gedanken zur Clownarbeit mit verwirrten Menschen. Er sinniert über die «Komik des Clowns», «die Wirkung von Musik und Gesang», aber auch die «Chancen und Grenzen des Clowns». Er denkt aber auch darüber nach, «was Menschen mit Demenz hilft». Unter anderem schreibt er: «So heißt es zu Recht, dass menschliche Nähe das wichtigste Medikament gegen Alzheimer-Demenz darstellt. Bei dieser Nähe kommt es nicht auf bestimmte Techniken an, sondern auf eine anerkennende, mitfühlende Haltung.» Wenn er solche Ideen beschreibt, ist man natürlich ganz schnell bei der Arbeit von Clowns.
Deren Arbeit schätzt auch der Gerontopsychiater Rolf Dieter Hirsch. In seinem Vorwort unterstreicht er einmal mehr den Zusammenhang zwischen den Clowns und den Narren. Konkret: «Eine der Aufgaben von Narren war es in früherer Zeit, die Herrschenden auf Defizite und Widersprüche hinzuweisen und so zum Nachdenken anzuregen. Diesen Dienst können heute Clowns in Institutionen leisten ... Sie können als fröhliche Chaoten und Anti-Jammerer mehr bewirken als mancher sich vorstellen kann …»
Christoph Müller

Claudia Madeleine Zimmer:
«Lachen erlaubt! - Humor in Gesundheitsberufen»
Springer Verlag, Heidelberg 2012,
ISBN 978-3642249440, 134 S., Euro 9.95.
Kurz-Info:


Ist es heute in der Alten- oder Krankenpflege erlaubt zu lachen? Hat bei allem Ernst des Lebens, der sich in diesem Arbeitsfeld ereignet, die Heiterkeit eine Berechtigung? Schaut man sich die Rahmenbedingungen an, so gibt es in der Alten- und Krankenpflege eigentlich nichts zu lachen. Umso erstaunlicher erscheint es, dass es eine Krankenschwester wie die Leipzigerin Claudia-Madeleine Zimmer gibt. Denn mit dem Buch «Lachen erlaubt!» bietet sie Alternativen zum grauen Alltag in den Pflegeberufen. Sie gestaltet ein buntes Mosaik, aus dem jeder Interessierte sich einen Stein nehmen kann und ihn ausprobieren kann.

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«Mit Humor Arbeiten»
Jahrbuch 2011 HumorCare Deutschland
Harald-Alexander Korp, Christoph Müller, Michael Titze (Hrsg.)
Kurz-Info:


HCD-Verlag, Tuttlingen, 2011
KT / kartoniert (Book-softback), 288 Seiten
ISBN 3-938089-02-4
16,80 Euro

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Mit Beiträgen u.a. von Dr. Eckart v. Hirschhausen, Dr. Noni Höfner, Prof. Alfred Kirchmayr, René Schweizer u.v.m.

Dieses Jahrbuch, das zum 10-jährigen Jubiläum von HumorCare Deutschland herausgegeben wird, möchte die vielfältigen Facetten des therapeutischen Humors erkennbar machen.

Die Autor(inn)en sind Pioniere auf dem Gebiet des therapeutischen Humors. In ihren Beiträgen wird diese Erfahrung in authentischer Weise vermittelt.

Dabei wird auf amüsante und witzige Weise gezeigt, wie sich mit Humor erfolgreich arbeiten lässt.


Peter Cubasch
Lachen verbindet.
Lächeln. Lachen, Freundlichkeit: Schlüssel zur Gesundheit und Lebensfreude
Kurz-Info:



(plus CD mit Lach-Übungen und Lächel-Meditationen)
Breuer&Wardin, Bergisch Gladbach
2010, kartoniert, 160 Seiten, EUR 29.80

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In seinem flüssig geschriebenen Buch vermittelt Cubasch sowohl die fundierenden Theorieelemente wie die praktischen Hinweise, die zum Verständnis dieser Methode gehören.
Dass das Lachen »heilsame Kraft und therapeutische Wirkung« (S. 99) besitzt, kann der Autor an amüsanten Beispielen aus der Weltgeschichte belegen. Im Anschluss (Kap. 20, 21) referiert er die Befunde der gegenwärtigen Lachforschung (Gelotologie), deren Eckpunkte er so definiert: Furcht verschwindet, Ärger löst sich in Nichts auf, eine depressive Stimmung vergeht (S. 103).
Die Theorievermittlung beginnt ebenfalls mit einem historischen Exkurs (Kap. 18) und nimmt sodann auf viele Essentials aus Philosophie, Medizin, Psychoanalyse Verhaltensforschung und Hirnforschung Bezug, ohne trocken oder realitätsfern zu sein. Der Leser bekommt so eine kompakte Einführung in das Gebiet der Humorforschung, die sich spannend liest.
So erfährt der Leser/die Leserin einiges über die Physiologie des Lachens: seine Akustik, Optik und Motorik. Auch in diesem Zusammenhang betont der Autor die Bedeutung der (Aus-)Atmung: »Lachen beginnt immer mit einer forcierten Ausatmung, der einige staccatoartige, meist vokalisierte Ausatmungsimpulse folgen, und es endet mit einer kräftigen, reflektorischen Einatmung« (S. 79). Auch über die mimischen Begleiterscheinungen gibt Cubasch erschöpfend Auskunft. So stehen dem Menschen 7.000 mimische Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung, an denen 43 Gesichtsmuskeln beteiligt sind. Beim Lachen werden aber lediglich 17 Muskeln in Anspruch genommen.

Rezension von Dr. Michael Titze

Michael Titze, Rolf Kühn
Lachen zwischen Freude und Scham
Eine psychologisch-phänomenologische Analyse zum Verständnis der «Gelotophobie"»
Kurz-Info:



Erschienen bei: Könighausen & Neumann
1. Auflage / 2010
Broschiert / kartoniert
150 Seiten
ISBN: 978-3-8260-4328-4
Psychologie wie Psychotherapie sind heute weltweit mit einem verbreiteten Phänomen von Angst und Scham vor dem Ausgelachtwerden (Gelotophobie) konfrontiert. In diesem Buch wird die psycho-soziale Entstehung solcher Schamangst sowohl empirisch-deskriptiv dargestellt als auch phänomenologisch als «Lebensphänomen» originär aufgewiesen. Vorbereiter einer solchen Analyse wie Friedrich Nietzsche, Henri Bergson und Paul Hartenberg werden ebenso herangezogen wie Jean-Paul Sartre, Michel Henry (als aktuelle Vertreter der Phänomenologie) oder Paul Ekman, Erik Erikson, Willibald Ruch, Silvan Tomkins und Léon Wurmser (als psychologische Autoren). Dabei wird auf das grundsätzliche menschliche Lachenkönnen als Ausdruck von Freude und Humor zurückgegriffen, um abschließend für die Psychotherapie neue Formen eigener (ressourcenorientierter) Schamreduktion vorzustellen.

Rezension von Alfred Kirchmayr (Wien)


Alfred Kirchmayr
Rettet die Purzelbäume
Kinderwitz und Lebenskunst
Kurz-Info:



Edition VA bENE
Reihe: "Ein Sach- und Lachbuch"
Alfred Kirchmayr
Rettet die Purzelbäume
Kinderwitz und Lebenskunst
256 Seiten, Format 12 x 19,5 cm
broschiert
ISBN 978-3-85167-226-8
Euro 21,90 / SFr 37,00
Bestellung

Der Universalgelehrte Hrabanus Maurus sagte vor 1200 Jahren: «Laßt ja die Kinder viel lachen, sonst werden sie böse im Alter! Kinder, die viel lachen, kämpfen auf der Seite der Engel.» Und Erich Kästner ergänzte: «Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch!»

Kinderhumor - Infantium festivitas - ist ein wunderbares Phänomen, das uns erheitern, anregen und befreien kann - und viel zu wenig Beachtung findet. Dieses Sach- und Lachbuch möchte dazu verführen, dem tierischen Ernst frech und unbekümmert ins Gesicht zu lachen. Gewürzt mit vielen Kinderwitzen und ernstheiteren psychologischen Betrachtungen kommen Probleme von Kindern mit Erwachsenen - und umgekehrt - erheiternd und ungewöhnlich zur Sprache. Von den kleinen, lustigen Erdkrustenbewohnern und listigen Lebenskünstlern können wir enorm viel lernen: von ihrer hingebungsvollen Aufmerksamkeit, unersättlichen Neugier, lebhaften Phantasie, unbekümmerten Heiterkeit, ganz besonders von ihrer köstlichen Aufgeschlossenheit, List und Lebensfreude.

Aus dem Inhalt:
- List, Lebenskunst und Lebensfreude im Kinderwitz
- Eine kleine Wanderung durch Kinderwitzlandschaften
- Vom Säuglingslachen zum Kinderhumor - der Sinn für das Komische
- Wie lernen Kinder Albern, Blödeln und Witze erzählen?
- Kindermund lacht auch ohne Grund - aus Heiterkeit und Lebenslust
- Glück ist ein Wort aus der Kinderwelt - die Quellen der Lebendigkeit
- Die Kindlichkeit entfalten lernen - ein Elixier der Lebenskunst


Buchbesprechung von Dr. Michael Titze


Iren Bischofberger (Hrsg.):
«Das kann ja heiter werden»
Humor und Lachen in der Pflege

Kurz-Info:


«Wer es in der Pflege ernst meint mit dem Vitalzeichen Humor, findet hier notwendige Hintergründe, Erfahrungen und Meinungen, um Humor und Lachen als Ressource und Intervention in der Pflegepraxis zu verstehen und zu nutzen» Forum Sozialstation



2., überarb. und erw. Aufl. 2008., 384 S., 45 Abb., 8 Tab., Kt
EURO 29.95 / CHF 49.90 - ISBN 978-3-456-84499-2 - (Flyer.pdf)

Hier bestellen: www.verlag.hanshuber.com


Humor und Lachen sind wichtige Ressourcen für PatientInnen, Angehörige und Gesundheitsprofis, um mit Krankheit und Behinderung zurecht zu kommen. Um diese Ressourcen in der Pflege zu wecken und zu stärken, haben Pflegefachpersonen und andere VertreterInnen von Gesundheitsberufen das Konzept Humor in den vergangenen zwei Jahrzehnten zunehmend erkundet und entwickelt. Daraus sind Ideen, Projekte und Interventionen hervorgegangen, die im Regelkreis zwischen Anamnese und Evaluation vielfältige Humorfacetten aufzeigen. Humor eignet sich für Kinder und erwachsene Menschen sowohl in der Akut-, Langzeit-, Rehabilitations- und Palliativbetreuung als auch in der häuslichen, ambulanten und stationären Pflege. Das von der Pflegeexpertin Iren Bischofberger herausgegebene erfolgreiche, überarbeitete und erweiterte Humorhandbuch vereint wichtige Konzeptbausteine, innovative Projekte zu Humor in der Pflege sowie Reflexionen zu pflegerischen Praxissituationen - es
  • beschreibt, was hinter dem Konzept Humor steckt und wie es in der Pflege eingesetzt werden kann
  • macht verständlich, welche Bedeutung Humor für alte, kranke und sterbende Menschen haben kann
  • zeigt neu in der zweiten Auflage, wie Humor in der häuslichen Pflege, Onkologie und Psychiatrie, im Kinderkrankenhaus und Pflegeheim eingesetzt werden kann
  • veranschaulicht, welche Rolle Humor aus Sicht von Betroffenen und Angehörigen spielt
  • bietet Tipps für engagierte Macherinnen, einen reichen Informationspool, den Standard «Humor und Lachen in der Pflege» sowie ethische Richtlinien.

Birgit Rißland und Johannes Gruntz-Stoll
DAS LACHENDE KLASSENZIMMER
Werkstattbuch Humor
Mit Illustrationen von Karin Zäschke
Kurz-Info:



Praxis Pädagogik
Birgit Rißland und Johannes Gruntz-Stoll
Das lachende Klassenzimmer

Werkstattbuch Humor
ISBN 978-3-8340-0488-8
Schneider Verlag Hohengehren
D-73666 Baltmannsweiler
Bestellung

Humorvolle Interventionen verbessern das Lernklima und wirken sich positiv auf Lernbereitschaft und Lernerfolg aus: Aufgrund dieser Einschätzung, die sowohl auf Unterrichtserfahrungen wie auf Forschungsergebnissen beruht, ermutigt »Das lachende Klassenzimmer« Lehrpersonen, mit dem Humor im Unterricht Ernst zu machen. Dabei geht es keinesfalls darum, die Ansprüche der Spaßgesellschaft auf die Schule zu übertragen; vielmehr trägt das »Werkstattbuch Humor« zum Verständnis einer ebenso alltäglichen wie vielseitigen und wirkungsvollen emotionalen Erfahrung bei, die in einem lebendigen Unterricht ihren Platz verdient. Das Werkstattbuch bietet dazu zahlreiche Beispiele und Anregungen, vermittelt aktuelles Wissen rund um Entwicklung, Formen und Wirkungen von Humor und enthält weiterführende Angaben und Hinweise rund um humorvolle Materialien und Medien.

Die Autoren
Birgit Rißland, Dipl.-Psych., Dr. rer. nat., geboren 1966 in Peine, seit 1999 Dozentin für Psychologie in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen, Diplom-Pädagoginnen und Sozialpädagogen. Seit 2003 Mitarbeiterin des Psychologischen Dienstes der Landespolizei in Schleswig-Holstein. Freie Tätigkeiten: Beratung, Coaching, Training.
Johannes Gruntz-Stoll, Prof. Dr. phil., geboren 1952 in Basel, seit 1987 Dozent für Sonderpädagogik in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen und von 2002 bis 2008 Leiter des Instituts Spezielle Pädagogik und Psychologie der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Die Illustratorin
Karin Zäschke, Dipl.-Psych., geboren 1964 in Wolfsburg, ist seit 1996 als Managementberaterin und Trainerin tätig und entwickelt neue ungewöhnliche Personal-Entwicklungs-Konzepte. Hier finden ihre Zeichnungen immer wieder in Präsentationen und Dokumentationen einen Platz, um der Inhaltsschwere eine humorvolle Leichtigkeit zu geben.

Ellen Müller
ZUM GLÜCK GIBT ES LACHEN
Lachyoga – der Weg zur heiteren Gelassenheit
Kurz-Info:



ca. 160 Seiten, 14,6 x 22,0 cm
Ca. EUR (D) 14,95 - ca. EUR (A) 14,95 -
ca. CHF 27,90
Signum
ISBN 978-3-85436-404-7
August 2008

Bestellung: www.amalthea.at

Dieses Buch macht Lust auf Lachen und kommuniziert zugleich die Ernsthaftigkeit eines heiteren Themas. Es ist Anleitung und Anregung zum Lachen und Lächeln, ein praktisches und fröhliches Buch zur alltäglichen Anwendung. Lachen ist ein Ausdruck von Glück. Mit Lachyoga können wir unseren Körper in einen Zustand des Glücks versetzen. Denn wenn wir lernen können, bedingungslos zu lachen, dann wird auch unser Glück nicht mehr an Bedingungen gebunden sein. Das Buch beinhaltet Lachyoga-Übungen, Erfahrungsberichte, Geschichten, Lachtipps und das ABC des Lachens, in dem es Interessantes und Amüsantes nachzuschlagen gibt. Regelmäßiges Lachen führt zu einer heiteren Grundstimmung, die es ermöglicht, gelassener mit Herausforderungen des Alltags umzugehen. Lachen ist Gesundheitsvorsorge mit Spaß! Das Buch richtet sich an alle Menschen, die mehr Lebensfreude und Lachen in ihr Leben und in das Leben anderer integrieren wollen, insbesondere auch an Personen aus Heilberufen und pädagogischen Bereichen, MitarbeiterInnen in sozialen Einrichtungen und Gesundheitswesen, Führungskräfte, Trainer, Berater und Personalentwickler.

Ellen Müller, Jahrgang 1952, ist Lachcoach und Lachyogatrainerin. Ausbildung u.a. zum Einzel- und Teamcoach beim Coaching-Institut für Führungskräfte. Ausbildung zur Lachyogatrainerin bei Dr. Madan Kataria, indischem Arzt und Lachforscher. Seit 2004 selbstständige Seminarleiterin und Lachyogaausbilderin.


Buchbesprechung von Dr. Michael Titze:

Ellen Müller: Zum Glück gibt es Lachen. SiGNUM, Wien, 2008. 186 Seiten.


Die Wienerin Ellen Müller ist eine Lach-Begeisterte, die diese Begeisterung authentisch zu vermitteln weiß: in ihren vielen Workshops, Seminaren, Medienbeiträgen und nunmehr auch in ihrem ersten Buch. So ist es ganz konsequent, wenn der erste Satz so formuliert ist: »Dieses Buch soll Lust auf Lachen machen ...«

Was dann folgt, ist eine spannende Beschreibung, wie die Autorin - aus einer psychosomatisch akzentuierten - Lebenskrise heraus das Lachen als wirksames Therapeutikum für sich entdeckte. Sie befand sich damit in den Fußstapfen von Norman Cousins, dem vielzitierten Pionier therapeutischen Lachens, den Ellen Müller ausführlich würdigt. Doch ihr wahrer Lehrmeister ist Madan Kataria, der Entwickler des Lachyoga (Hasya-Yoga) und Begründer der internationalen Lach-Bewegung.

Die Stärke dieses Buches liegt darin, dass die Autorin die physiologischen und psychologischen Auswirkungen des Lachens sehr ausführlich beschreibt. Eingestreute Anekdoten, praktische Anregungen, persönliche Erlebnisse und biographische Aspekte von führenden Lachforschern machen die Lektüre des Buches zu einem ebenso unterhaltsamen wie spannenden Lesevergnügen.

Das Kernstück des Buches ist eine systematische Darstellung der Voraussetzungen, Effekte und der Methodik des Lachyogas: Nach meiner Einschätzung ist dies eine der besten Einführungen in das neue Gebiet heilsamen Lachens, die es weltweit überhaupt gibt! Obwohl mir das Yoga-Lachen seit seiner europäischen Einführung beim Basler Humorkongress (1998) vertraut ist, fand ich in diesem Buch eine ganze Reihe von Übungen beschrieben, die mir neu waren. Gefreut habe ich mich natürlich auch, dass unser »Reflexlachen«, das wir bereits 1987 entwickelt haben, ebenfalls kurz beschrieben wird. Kurzum: Das Buch ist ein wirklich umfassendes Kompendium, das praktisch alles enthält, was eine LachtrainerIn für seine/ihre Arbeit braucht.

Abgeschlossen wird das Buch durch viele interessante Erlebnisberichte von TeilnehmerInnen aus Ellen Müllers Lachyoga-Trainings sowie einem kleinen Lach-Lexikon, in dem 73 Lach-Begriffe zum Teil sehr ausführlich erläutert werden.

Fazit: Dies ist ein unersetzliches Handbuch für alle, die das heilsame Lachen persönlich oder als Anleiter in Lachseminaren oder Lach-Clubs verstehen und nutzen wollen!

Michael Titze

Hans-Ulrich Schachtner
Frech - aber unwiderstehlich!

Kurz-Info:




Bestellung:

http://www.harmonybalance.de/produkte.htm

Der Magische Kommunikationsstil:
Mit Charme, Witz und Weisheit
im Alltag, im Beruf und in der Liebe!

In diesem auf dem Büchermarkt einzigartigen Kommunikationsbuch zeigt der Diplom-Psychologe Hans-Ulrich Schachtner, die entscheidenden Haltungen und Einstellungen, die Regeln und Fertigkeiten des magischen Kommunikationsstils.

Hans-Ulrich Schachtner
Der Autor beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema "Kommunikation" im Alltag, im Beruf und in der Liebe, 1990 kreiierte er den humorvoll-herausfordernden Kommunikationsstil und bezeichnete ihn mit der Abkürzung »ProSt« (analog zur Provokativen Therapie). Sein Wissen zu »ProSt« ist in seinem Erstlingswerk zu lesen. Hans-Ulrich Schachtner entwickelte in den vergangenen zehn Jahren »ProSt« weiter. Der verfeinerte Kommunikationsstil trägt den Namen »MagSt« (= Magischer Kommunikationsstil). Sein Fortgeschrittenen-Buch »Frech - aber unwiderstehlich!« entstand in den letzten 12 Jahren.

Hans-Ulrich Schachtner ist ProSt-Experte, ein sehr erfahrener Coach, Trainer und Supervisor im Kommunikationsbereich. Er ist auch ein exzellenter Paar-Therapeut und Mentor für Unternehmer. Hans-Ulrich Schachtner ist darüberhinaus approbierter Psychotherapeut und arbeitet seit 37 Jahren in seiner eigenen Praxis in München. Sein erstes Einführungsbuch im Bereich »Humor und Provokation in der Kommunikation« ist im Rowohlt-Verlag erschienen und seit über zehn Jahren ein Longseller.

Ausführliche Vita von H.U. Schachtner finden Sie auf www.schachtnerseminare.de


David Gilmore:
Der Clown in uns. Humor und die Kraft des Lachens

Kurz-Info


Verlag Kösel. 2007, 176 Seiten, Broschur
ISBN 978-3466307579
EUR 14,95 - CHF 29,20
Bestellung

Leichtigkeit und Freude zu erleben sowie mit konkreten Lebenssituationen humorvoll umzugehen, erfordert einen fürsorglichen Umgang mit sich und anderen. David Gilmore zeigt mit vielen Beispielen, dass wir die Herausforderungen des Alltags besser meistern, wenn wir Lebendigkeit, Humor und die Kraft des Lachens ins Zentrum unseres Lebens rücken.


Autoreninfos:
David Gilmore
geb. 1949, ist Theaterpädagoge, Clowntherapeut und -Seminarleiter in Freudenstadt. Er bietet Seminare und -Weiterbildungen im sozialen, pädagogischen und Gesundheitsbereich an und gründete u. a. das Humor- und Theaterprojekt »Moving Stages«.

Weitere Infos zum Autor

Ausführliche Rezension von Michael Titze


Karl Fallend (Hrsg.):
Witz und Psychoanalyse

Kurz-Info



Studien Verlag
Reihe:
Psychoanalyse und Qualitative Sozialforschung
Band: 5
Umfang: 224 Seiten
Diese Lieferung erfolgt portofrei (A, D, CH, I)!
Preis: EUR 24.00 / SFR 42.10

Bestellungen

Der Witz ist die sozialste aller auf Lustgewinn zielenden seelischen Leistungen.

Der Verlag über das Buch
«... Witze, die im Volke umlaufen, sind vortreffliche Hilfsmittel zur Erforschung des unbewussten Seelenlebens, ganz ähnlich wie die Träume und die Mythen und Sagen ...» Sigmund Freud benannte damit schon sehr früh wesentliche Aufgabenfelder der Psychoanalyse, die heute immer weniger Beachtung finden. 1905 verfasste Sigmund Freud seine außergewöhnliche Studie «Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten». Hundert Jahre später motivierte der Herausgeber PsychoanalytikerInnen und SozialwissenschaftlerInnen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, diese Pionierarbeit analytischer Sozialpsychologie noch einmal mit Muße zu lesen und aktuell zu reflektieren. Eignet sich die Analyse des Witzes zur Erforschung des Unbewussten? Sozialpsychologische, historische und theoretische Ergebnisse sowie Erfahrungen aus der therapeutischen Praxis werden in diesem Sammelband vorgestellt.

Karl Fallend, Univ. Doz. Dr., geb. 1956; freiberuflich wissenschaftlich tätig; lehrt Sozialpsychologie am Institut f. Psychologie an der Universität Innsbruck. Mitherausgeber der Zeitschrift WERKBLATT.Zeitschrift für Psychoanalyse und Gesellschaftskritik. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Psychoanalyse, Psychologie und Menschenrechte und der Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Er lebt in Wien und Linz.

Ausführliche Rezension von Alfred Kirchmayr (Wien)


Eckhardt von Hirschhausen:
Arzt - Deutsch / Deutsch - Arzt

Kurz-Info


128 Seiten, Format: 9,6 x 15,1 cm
EUR 9,95 (D), EUR 10,30 (A), sFr 18,00,
LANGENSCHEIDT VERLAG MÜNCHEN
ISBN: 978-3-468-73177-8
Bestellung

Dr. med. Eckart von Hirschhausen übersetzt die Sprache der Ärzte!

Verstehen Sie Ihren Doktor?
Dr. med. Eckart von Hirschhausen hat den Sprachkurs für alle: Medizinerlatein für Anfänger und Fortgeschrittene! Jetzt auch in der Praxis tausendfach bewährt. Studieren Sie selbst.
 
Der "Tipp zur Woche" ab 13.05. immer sonntags in Ihrem ZDF!
 
Eckart von Hirschhausens Kolumne im Diabetiker Ratgeber. Jetzt alle Beiträge online abrufen!
Hier können sie exclusiv alle von Eckart entwickelten Placebos käuflich erwerben.
Lesen Sie, warum Eckart von Hirschhausen vom Krankenhaus zur Komik wechselte:
Hirschhausen-Website

Heike Ostarhild: «Wenn Meisterwerke Zähne zeigen -
Über das Lachen in der Kunst»

Kurz-Info:




Für weitere Informationen zum Buch und
zum Vortrag besuchen Sie bitte die Website
des LEGAT-Verlags unter:
www.legat-verlag.de

«Wenn Meisterwerke Zähne zeigen - Über das Lachen in der Kunst» - so lautet der Titel eines eher ungewöhnlichen Buches von Heike Ostarhild, das sich (wie der Titel schon verrät) mit dem Phänomen des Lachens auf Leinwand und in Stein auseinandersetzt. Das laute Lachen erscheint in der bildenden Kunst im Gegensatz zum sittsamen Lächeln eher selten auf den Gesichtern der abgebildeten Menschen. Meist taucht es nicht auf Porträts, sondern im Zusammenhang mit recht narrativen Szenen auf, die das Lachen und sein Auslösen erläutern sollen. Auch die gewünschte Bewertung des Lachens wird bereits mit der Darstellung  vorgegeben. So sollte das grölende Lachen eines Betrunkenen als moralisch verwerflich betrachtet werden, das lachende Jesuskindlein einer Skulpturengruppe dagegen als freundliche Heilsbotschaft des Gottessohnes.
Recht unterschiedlich fallen demnach auch die Bildbeschreibungen im Buch aus. Zu den sicher durchweg heiteren Gefühle auslösenden Kunstwerken gehört beispielsweise Barlachs «Lachende Alte», deren Körper geradezu vor Lachen zittert und die sich kaum noch zu halten vermag. Auch ein Kunstwerk von dem Schweizer Maler Franz Gertsch ist in der Auswahl vertreten, auf dem Gemälde «Medici» lachen dem Betrachter gleich fünf junge Männer entgegen. So berühmte Künstler wie Chagall, Vermeer oder Corinth, sie alle haben dem Lachen in der Kunst ihren Platz gegeben.
Im Buch selbst werden 54 grossformatige Abbildungen jeweils einem kompakten Text gegenübergestellt. Im Anhang findet sich ein Glossar, das auch dem Kunsteinsteiger Fachbegriffe verständlich macht. Aufbauend auf das Buch hat Frau Frank-Ostarhild einen Vortrag ausgearbeitet, der bereits 2004 auf dem Humorkongress in Essen und in aktualisierter Form im Juli 2007 auf dem Tübinger Bucherfest von ihr gehalten wurde. Im Vortrag wird der theoretische kulturhistorische Hintergrund der Kunstwerke zusätzlich beleuchtet.

Humorstrategien - Lachen macht stark.
Herausgegeben von Helmut Bachmaier
Kurz-Info:



CHF 25.00 - € 14.00 (D) - € 14.40 (A)
alle Preise inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten
erschienen 2007
156 Seiten mit 3 Abbildungen, Einband: broschiert
Format: 14 x 22,2 cm
ISBN-10: 3-8353-0112-8 /
ISBN-13: 978-3-8353-0112-2

Bestellungen:
TERTIANUM AG
Branding & Kommunikation
Seestrasse 78
8267 Berlingen
Tel. 052 762 51 51

Beiträge über erfolgreiche Humorstrategien in der Arbeitswelt, im Gesundheits- und Alterssektor sowie in den Spieltheorien verschiedener Clowns.

Die Lachforschung ist heute eine eigene Wissenschaftsdisziplin; sie nennt sich Gelotologie und untersucht die Voraussetzungen und Wirkungen von Komik und Humor. Konkrete Anwendungen dieser Forschungsergebnisse sind etwa die »Humortherapie« im Gesundheitssektor und nicht zuletzt in der Altenpflege sowie die »Humorberatung« für Unternehmen.
Humor ist keine angeborene Fähigkeit, sondern kann - spielerisch - erlernt und trainiert werden, er ist die Kunst der Improvisation, der Einübung neuer Sichtweisen, er hilft im Umgang mit starken Emotionen und dabei Veränderungen zu akzeptieren. Er hat eine kommunikative und teambildende Funktion. Humor ist ein Instrument, um zu sich selbst auf Distanz zu gehen oder um Dominanzverzicht zu praktizieren. Gewohntes läßt sich anders und neu betrachten, weil Humor einen Perspektivenwechsel und damit auch einen Erkenntnisgewinn bewirken kann. Deshalb ist er auch ein probates Mittel zur Lösung von Konflikten.
Die Beiträge erörtern die medizinischen Aspekte des Lachens und reflektieren die Voraussetzungen einer kritischen Lachkultur. Ein Buch über das Gelächter der Vernunft.

Der Herausgeber
Helmut Bachmaier ist wissenschaftlicher Direktor der TERTIANUM-Stiftung (Schweiz) und Mitglied des Stiftungsrates. Professor an der Universität Konstanz. Zahlreiche Publikationen zur Literatur- und Geistesgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts (Hölderlin, Goethe, Grillparzer), zu Bildungsfragen (»Die Idee der Universität«) und zum Thema Alter.

Leseprobe:

Eckhardt von Hirschhauen: Die Kunst der Pointe. Wie repariert man Witze.


Waleed Anthony Salameh:
Humor in der Integrativen Kurzzeittherapie.
Ein interaktives Übungsbuch

Kurz-Info:




Mit einem Vorwort von Michael Titze,
aus dem Amerikanischen von Kurt Neff
1. Aufl. 2007 broschiert, mit 10 Tabellen, einer Abbildung,
vier Cartoons, Übungen und Lachtests - 254 Seiten.
ISBN 978-3-608-93754-1

Preis: EUR [D]  24.50* - CHF 43.00*
* Preise und Ausstattung freibleibend.
Alle Preise enthalten die MwSt. Europreise
gelten nur für D;
in Österreich ca. 3% höher aufgrund
abweichender MwSt.


Der international bekannte Humorforscher Waleed A. Salameh zeigt in diesem systematischen Leitfaden, wie Humor in Therapie und Beratung eingesetzt werden kann.

Wir alle wissen, dass Stress und Leiden krank machen, also muss auch das Gegenteil wirken: Humor und Lachen machen gesund. Der Autor demonstriert in sieben in sich abgeschlossenen Schritten das gesamte Spektrum der humortherapeutischen Interventionsmöglichkeiten; angefangen mit der psychodynamischen Theorie, den ersten diagnostischen Maßnahmen bis zur Anwendung der eigentlichen Techniken unter Zuhilfenahme so genannter Lachtests. Jeder Schritt besteht dabei aus Lern- und Praxiselementen und interaktiven Übungen.

Humor
- kann unsere emotionale Einstellung zur Welt verändern
- hilft, dass wir uns gegenüber unseren Gefühlen öffnen
- hilft Blockaden aufzulösen
- hat eine soziale Funktion: gemeinsam lachen heißt innige Gefühle mit anderen teilen
- baut eingefleischte Abwehrhaltungen ab und hilft, Probleme aus einem neuen Blickwinkel besser zu verstehen
- ist der schnellste Weg zu gelungener zwischenmenschlicher Kommunikation
- ebnet uns den Weg zu einer grundsätzlichen Einstellung und Verhaltensänderung, indem wir innere Ressourcen neu nutzen

Leseprobe

Link zum Buch: www.klett-cotta.de

Ausführliche Rezension von Alfred Kirchmayr (Wien)

Hans C. Zander:
Darf man über Religion lachen?

Kurz-Info:



Broschiert - 223 Seiten
Kiepenheuer & Witsch (2005)
8,90 Euro (D)

Wenn sich ein ehemaliger Dominikaner-Mönch, der auch als Gastprofessor an der Universität Essen tätig ist, Gedanken über Humor in den Religionen macht, ist man als Leser sofort neugierig. Hans Konrad Zander ist ein "Spötter vor dem Herrn", und er nimmt seine Leser mit auf eine spannende Reise durch die Welt des religiösen Humors - vom Lachen König Davids über Erasmus von Rotterdam bis hin zu Voltaire, von Martin Luther bis Sigmund Freud, von Joachim Kardinal Meisner bis Wiglaf Droste. "Die Gerechten werden seiner lachen", heißt es schon im Psalm 52. Der Autor widmet sich auch den umstrittenen Humor des Kölner Kabarettisten Jürgen Becker, der in Kardinal Meisner offenbar ein Lieblingsobjekt seiner Witze gefunden hat. "Katholisches", so Zander, sei ein "beliebig verfügbares und verwertbares Beutegut für die Comedy". Und dazu schildert er ein weiteres Beispiel: "Ungewöhnlichen Lacherfolg hatte eine Ausgabe der Titanic mit einem Bild, das Jesus zeigt, wie er in der Agonie am Kreuz mit einer Rolle Klopapier spielt. Dazu der Titel: Spielt Jesus noch eine Rolle?" Zander schreibt ebenso lehrreich wie anregend. Eine köstliche Lektüre, von der man viel lernen kann.

Ausführliche Rezension von Alfred Kirchmayr (Wien)


Andreas Martin:
Mit Humor durch die Bibel Wissenswertes, Kurioses, Rekordverdächtiges

Kurz-Info:



Gebundene Ausgabe - 296 Seiten
St. Benno (2005)
9,90 Euro (D)

Wer mehr erfahren will vom Humor der Christen, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Ein Band, der nach der Abfolge des biblischen Kanon geordnet ist und über 500 Anekdoten, Sprichwörter, Rekorde, Reime und Versprecher aus der Heiligen Schrift versammelt. Der Autor richtet sich vor allem an Praktiker, Prediger und Pfarrer, die auf den fast 300 Seiten zahlreiche Anregungen für ihre Arbeit finden werden. Ein Beispiel: "Begeistert kommt der Sohn vom Bibelunterricht: Ab heute reden wir nur noch mit Bibelworten untereinander! Die Mutter schmunzelt und ist einverstanden. Am nächsten Morgen weckt sie ihren Sohn: Jüngling, ich sage Dir: Steh auf! Worauf dieser antwortet: Frau, meine Stunde ist noch nicht gekommen!"

Karl-Wilhelm Weeber:
Humor in der Antike

Kurz-Info:



Broschiert - 134 Seiten
Reclam (2006)
3,60 Euro (D)

Dass das Wort "Humor" lateinische Wurzeln hat, erfährt der Leser aus diesem kleinen, nicht minder lesenswerten Band. Er versammelt Beispiele aus der klassischen Antike, einer Sprach- und Denkwelt, die unsere Kultur bis heute zutiefst prägt. Versammelt sind Beispiele von Homer über Ovid bis Seneca oder Lukian, der "bösesten Zunge des Altertums". Es sind köstliche Geschichten rund um das Menschliche, allzu Menschliche - Geschichten von Ehepaaren oder Nervtötern, von Kriegshelden oder liebestollen Greissinnen. Doch es sind nicht nur die Zitate, die den Leser faszinieren - in dem Band findet man auch Wandkritzeleien aus Pompeji, die zeigen, wie nah uns diese Menschen und ihr Humor bis heute sind. Wer dieses Buch gelesen hat, versteht, dass unsere Gelassenheit im Umgang mit Satire und Humor ihre Wurzeln in der Antike hat.

Gert Raeithel:
Die Deutschen und ihr Humor

Kurz-Info:



Broschiert - 191 Seiten
dtv (2005)
10,00 Euro (D)

Es sei nur ein Klischee, dass die Deutschen humorlos seien, heißt es in dem Buch des emeritierten Literaturwissenschafter Gerd Raeithel, der in München, New York, Montreal, Stanford, Venedig und Ho-Chi-Minh-Stadt lebte und arbeitete. Ein Mann, der was von der Welt gesehen hat, und Heiterkeit in anderen Kulturen kennt. Der rüstige Ruheständler beweist, dass uns das Lachen eigentlich nie vergangen ist. Er nimmt uns mit auf eine Reise "von Till Eulenspiegel bis Harald Schmidt" und führt uns in historische Milieus. Das mit wunderbar anschaulichen Stichen, Karikaturen und Fotos illustrierte Bändchen zeigt, wie deftig etwa im Dreißigjährigen Krieg mit den "Waffen des Humors" der Feind beharkt wurde - schon damals wurde die Grenze zur Blasphemie häufig überschritten. Doch Gerd Raeithel nimmt nicht nur Kirchenleute oder Lehrer ins Visier, sondern auch Sportler und "Media People". Nach der Lektüre weiß man - nicht alle Deutsche haben Humor. Aber es werden immer mehr. Und der Narr ist unsterblich.

Alfred Kirchmayr:
Witz und Humor - Vitamine einer erotischen Kultur
Kurz-Info:



Wien, Klosterneuburg. EDITION VA bENE, 2006
248 S., fester Einb. /
SBN-10 3-85167-185-6 / 24,90 Euro

Im denkwürdigen Jahr 1905 hat Sigmund Freud ein geniales – und viel zu wenig beachtetes – Buch veröffentlicht: Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten. Dieses Jubiläum nehme ich zum Anlaß, für die stärkere Beachtung der komischen Gesellen Witz und Humor zu werben. Meine Erfahrungen als Psychoanalytiker und Zeitgenosse legen mir dies nahe, denn in jedem Witz ist ein Problem verborgen, das der Beachtung bedarf. Die Entfaltung von Humor fördert trotz aller Misere in der großen Welt und in den kleinen Welten von uns Erdkrustenbewohnern Konfliktfähigkeit, Toleranz und Lebensfreude.

Das Buch versteht sich als Sach- und Lachbuch. Mit vielen Witzen gewürzt, enthält es bescheidene Annäherungsversuche: Das Wesen des Witzes und des Humors; der Clown als scheiterndes Stehaufmännchen; die Rolle von Torheit, Dummheit und Witz im Spiel des Lebens; Witz und Humor in der Psychotherapie; erotische Kultur statt neurotischer Verengung; das Blödeln und kultivierte Kindlichkeit; Wanderungen durch Witzlandschaften; die köstliche Lebensweisheit des jüdischen Witzes. Abschließend folgt ein Gespräch mit Paul Flora über Witz, Humor und Lebenskunst.


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Buchbesprechung von Michael Titze zu Alfred Kirchmayr: Witz und Humor - Vitamine einer erotischen Kultur

Alfred Kirchmayr stammt aus Wien, einer Stadt, in der seit Jahrhunderten ideologische, kulturelle und soziale Gegensätze zu einer kreativen Synthese verschmolzen werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist seit jeher der «Wiener Schmäh», eine facettenreiche Kommunikationsform, die viel Menschenkenntnis, Chuzpe, Unverfrorenheit und (vor allem) kreative Flexibilität voraussetzt. Im Schmäh kommen provozierende Tendenzen aus unbewussten Quellen zum Zug, die prinzipiell ambivalente Auswirkungen haben. So verbindet sich das bissige «Pflanz'n» bzw. Veräppeln des Gesprächspartners mit innigen Verbrüderungswünschen diesem gegenüber. Und in solch einem emotional aufgeladenen Amalgam aus Hassliebe triumphiert schließlich jene «Hetz», die den durchschnittlichen Spaß um Längen überholt.

Im Grunde hat der Schmäh einen psychologisch verfeinerten Gemütszustand zur Voraussetzung, der im eigentlichen Sinne humoristisch ist. Kann es deshalb verwundern, dass die wichtigsten Begründer der Psychotherapie - Sigmund Freud, Alfred Adler und Viktor E. Frankl - zum einen in Wien wirkten und zum anderen einen ganz ausdrücklichen Bezug zum Witz und Humor hergestellt haben? Kirchmayr geht, als ausgezeichneter Kenner der Tiefenpsychologie, auf diesen Hintergrund ausführlich ein. Dabei nimmt er insbesondere Bezug auf Freuds wegweisende An- und Einsichten zu den «Äußerungsformen des Komischen», nämlich den Spaß, den Spott, den Witz und schließlich den Humor.

Über den Spaß wurde im Zusammenhang mit dem Wiener Schmäh ja schon gesprochen; Kirchmayr versteht ihn als eine «Äußerung der Vitalsphäre», was er im 2. Kapitel seines Buches, das die Leser in «das weite Land des Blödelns» führt, ausführlich erläutert. Hier geht es nämlich um «anarchischen Protest und Regression im Dienste des Ich», wobei die üblichen Regeln des Verstandes lustvoll aufgehoben werden: Dies zeigt Kirchmayr anhand von köstlichen Beispielen aus dem Blödelclub um Hans Weigel sowie aus dem Dadaismus, der Blödelrituale mit Tiefgang zelebrierte!

Den Spott und seine verschiedenen Varianten, die allesamt aus aggressiven Quellen gespeist werden, veranschaulicht Kirchmayr - zum Teil schön deftig! - an witzigen Beispielen aus Partnerschaft und postmodernem Geschlechterkampf. In diesen «Himmel und Hölle-Spielen» finden «die vielen schmerzlichen Kränkungen, Verletzungen und grauslichen Enttäuschungen» derjenigen, denen einmal der Himmel voller Geigen hing, ihr fulminantes Finale.
Den Witz sieht Kirchmayr als ein «eher intellektuelles Phänomen, ein Vergnügen des Verstandes beim Hervorbringen von überraschenden und völlig unerwarteten Bezügen». Die spezifischen Techniken veranschaulicht Kirchmayr im letzten Kapitel, und dabei wiederum Freuds Beispiel folgend, großenteils an jüdischen Witzen. So nimmt ein Witz inhaltlich besonders gerne auf jene Tendenzen Bezug, die im Unbewussten aufkeimen, bei ihrer Freisetzung im gesellschaftlichen Leben aber zu mehr oder weniger spürbaren Kontroversen führen können. Das ist zum einen die aggressive Tendenz, die sich besonders deutlich in politisch totalitären Zeiten entwickelt, in denen die Verspottung des normativ Gebotenen in der Regel äußerst riskant ist. Aber dieses Spiel mit dem Verbotenen ist es ja gerade, das den «inneren Clown» zum Witzereißen animiert: Dies ist nicht allein angesichts von diktatorischen Verhältnissen so, sondern ganz allgemein überall dort, wo es um den Umgang mit Tabuthemen geht. Dazu gehört (immer noch) die Sexualität, die Kirchmayr zunächst sexualwissenschaftlich und psychoanalytisch untersucht. Das mag für den Leser zunächst nach anstrengendem Studium aussehen. Doch die vielen, zum Teil recht deftigen Witze, die überall eingestreut sind, erleichtern die Lektüre beträchtlich. Kirchmayr schließt dieses 4. Kapitel mit einem «Plädoyer für eine erotische Kultur der Sexualität» ab, worunter er «eine Kultur der Selbstentfaltung und Gestaltung des sozialen Zusammenlebens [versteht], die mit Lust, Liebe und Vernunft zu tun hat.»

Die Voraussetzung dafür ist jene humorvolle Einstellung, wie sie im 7. Kapitel beschrieben wird. Sie eröffnet die Fähigkeit zur Relativierung, Selbstdistanz und zur kreativen Verarbeitung von Angst, Wut und Verletzungen. Insgesamt ist das Wesen des Humors mithin in einer synthetisierenden Kraft begründet, die Erwachsenheit mit Kindlichkeit, Ernst mit Heiterkeit, Tragik mit Komik, Glück mit Unglück und Leidenschaft mit Gelassenheit versöhnt: «Humor erwächst also aus der Synthese von kindlicher Torheit und erwachsener Weisheit.» Daraus wiederum resultiert die ausgleichende, relativierende und integrative Funktion des Humors.

Fazit: Dies ist ein Buch der Gegensätze. Einerseits fachlich fundiert, mit ernsthaftem Anspruch und bereichsweise recht anspruchsvoll geschrieben, was dem wissenschaftlich interessierten Leser entgegenkommen wird. Andererseits ist dieses Buch durch die vielen eingestreuten Witze, Anekdoten und Zitate so amüsant und leseleicht, dass es sich auch zum kurzweiligen Schmökern oder als Nachttischlektüre eignet. Aus dieser Dialektik heraus erfüllt das Buch somit alle Voraussetzungen für den Prozess der Humorentstehung, der - das weiß der Leser inzwischen - auf die Synthese von Gegensätzen hinausläuft!

Herbert Effinger:
«Lachen erlaubt». Witz und Humor in der Sozialen Arbeit
Kurz-Info:



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www.editionbuntehunde.de
ISBN 3-934941-12-5 / 20 x 13 cm /
Paperback / 60 Seiten / 9,80 EUR

Altenpflege, Krankenhaus, Psychiatrie, Obdachlosigkeit, Drogensucht, Kindesmisshandlung u.v.m. ...
alles Schlagworte aus dem schier unendlich weiten Spektrum der Sozialen Arbeit. Sieht nicht so aus, als gäbe es dabei was zu lachen! Soziale Arbeit gilt deshalb auch für viele als humor- und konturloses Berufsfeld.
Doch nun bringt Herbert Effinger, Professor an der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH), mit gerade seiner Hermeneutik des Sozialarbeiter-Witzes die Kernkompetenzen dieser Profession auf den Punkt.
Süffisant und schmunzelnd liest sich seine interpretierte Witzesammlung mit 23 treffenden Zeichnungen von Wolfgang Menz.
Herbert Effinger gibt allen im Bereich Soziale Arbeit arbeitenden Menschen eine kurzweilige Lektüre an die Hand, die es erleichtert, den Arbeitsalltag mit einer Prise Selbstironie zu versüßen!
Humor ist, wenn man trotzdem lacht, - am besten über sich selbst!

Mark Benecke:
«Lachende Wissenschaft»
Kurz-Info:



Preis: 7,95 Euro
Verlag: Lübbe Verlag
Umfang: 240 Seiten (Deutsch)

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Muss Wissenschaft denn langweilig sein? Die Welt ist voll überraschender Phänomene. Oder wussten Sie zum Beispiel, warum schnarchende Studentinnen schlechtere Klausuren schreiben?

Warum mögen Schafe keinen Hundekot riechen? Warum ist Humor nicht erblich? Weshalb hilft Nachtisch gegen studentisches Lärmen in der Mensa?

Im Auftrag des Komitees des Spass-Nobel-Preises hat sich Dipl.-Biologe Dr. rer. medic. Mark Benecke auf die Suche nach wissen-
schaftlichen Erklärungen für diese und andere Fragen gemacht.
Seine Recherchen zeigen, dass wissen-
schaftliches Arbeiten nicht immer mit Lange-
weile gleichzusetzen ist. Es kommt nur auf die Perspektive an.


Inge Patsch, Dr. Michael Titze:
«Die Humorstrategie»

Kurz-Info:




2004, 240 Seiten zahlr. Illustr., Kt | kartoniert
(Book - softback)
ISBN: 3466306736
 
EUR 15,95 / SFR 29,10 

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Auf verblüffende Art Konflikte lösen.
Eine humorvolle Lebenseinstellung zeichnet sich durch heitere Gelassenheit aus. Dies entspricht der Fähigkeit, Probleme distanzierter und relativierend zu betrachten und dabei originelle Lösungen zu finden. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die Verknüpfung spielerischer, humorvoller, »kindlicher« Verhaltensmuster mit ernst- und gewissenhaften Herangehensweisen.
Michael Titze und Inge Patsch zeigen, wie beide Strategien flexibel kombiniert und damit verblüffendes Argumentieren und Gewinn bringendes Kommunizieren möglich werden. Mit vielen Beispielen, Tipps, Anekdoten und Witzen verdeutlichen sie ebenso amüsant wie überzeugend, dass derjenige, der sein Alltags- und Berufsleben mit Humor und Gelassenheit meistert, viel besser fährt als der, der seine Ziele verbissen und »bierernst« verfolgt.  

Rezension zu Michael Titze «Die Humorstrategie» von René Schweizer


Endlich!

Endlich ist es da, das Buch, dessen Existenz ich mir schon seit vor über einem Dutzend Jahren gewünscht habe, das ich aber nicht in der Lage war, es selbst zu verfassen, weil mir der dazu notwendige theoretische Background fehlte.
In seinem neusten Buch bringt Michael Titze mit seiner Co-Autorin Inge Patsch das zusammen, was er und ich 1991 erstmals gemeinsam zusammenzubringen versucht haben: Theorie und Praxis des Humors.
Im ersten von fünf Teilen findet der Leser in der «Humor-Strategie» einige theoretische Voraussetzungen für die These, dass der Alltag am besten mit heiterer Gelassenheit zu meistern ist und dass diese vitale Grundlebenseinstellung im Spannungsfeld von kindlicher Affektivität und der Vernunft des Erwachsenen gefunden werden kann. Wenn die «Unvernunft» des Kindes mit dem abwägenden Ernst - der «Vernunft» - des Erwachsenen verschmilzt, entsteht aus diesem Widerspruch jene souveräne und heitere Stimmung, welche die Angst einflössenden Probleme des Alltags in Papiertiger verwandelt, die sich mit einem Lächeln unschädlich machen lassen.
Schon Viktor E. Frankl sagte: «Am allervernünftigsten ist es, nicht allzu vernünftig sein zu wollen!» Seit diesem Satz sind Jahrzehnte vergangen. Eine noch junge Wissenschaft, die Gelotologie (von Griech. Gelos = das Lachen), widmet sich der Erforschung den Auswirkungen des Lachprozesses auf die Körperchemie. Dabei sind erstaunliche Erkenntnisse gemacht worden. Beispielsweise stärkt das Lachen das Immunsystem, löst Verspannungen der Muskulatur, verbessert die Durchblutung des Herzens und den Sauerstofftransport, fördert die Ausschüttung von Endorphin, dem sogenannten Glückshormon, von Katecholamin, einem entzündungshemmenden Hormon, und verändert die Balance der Neurotransmitter so, dass depressiven Verstimmungen vorgebeugt wird.
Solche Entdeckungen finden sich auch in anderen Publikationen. Das grosse Verdienst von Titze und Patsch besteht meiner Meinung nach darin, dass sie uns nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Lachen und Staunen bringen.
«Stottern Sie eigentlich immer so?» fragt der Logopäde.
«Gott sei Dank nur, wenn ich spreche!»
Michael Titze, Inge Patsch: «Die Humor-Strategie», Kösel-Verlag, 2004


Jacques Le Goff:
Das Lachen im Mittelalter

Kurz-Info:




Mit einem Nachwort von Rolf Michael Schneider.
Aus dem Französischen von Jochen Grube, 2004,
gebunden mit Schutzumschlag, mit 4 farb.
und 4 s/w Abbildungen, (Orig.: Rire au Moyen Age,
Gallimard, Paris 1999)

EUR [D] 15,00* / sFr 27,40*
ISBN: 3-608-94274-2

Verlag: Klett-Cotta

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«Hat Jesus gelacht?»
Frage eines mittelalterlichen Mönchs

Einfühlsam, klug und mit überraschenden Einblicken in eine vergangene Epoche erschließt Jacques Le Goff in seinem Buch die (ernste) Bedeutung des "Lachens" im europäischen Mittelalter.

Zutiefst verabscheut in Umberto Ecos «Der Name der Rose« der überstrenge Mönch Jorge de Burgos das unterhaltsame Gelächter der Menschen; nichts fürchtet er so sehr wie die Verbreitung einer verloren geglaubten Schrift des Aristoteles über das «Lachen». Eindringlich zeigt Le Goff, welche Bedeutung der mittelalterlichen Mensch dem Lachen zumass:
«Hat Jesus gelacht? Kann Gott überhaupt lachen? Verspottet der lachende Mensch denn nicht die göttliche Weltordnung?», so fragten sich besorgt Mönche und Gelehrte. Und doch: «Wenn Jesus auch Mensch war, dann war er auch ein Wesen, das lachen konnte.»
Anschaulich schildert Le Goff die vielfältigen Anlässe, sozialen Formen und Funktionen des Lachens in der mittelalterlichen Gesellschaft und setzt es in die größeren geschichtlichen Zusammenhänge.
Mit großem historischen Scharfblick und unverwechselbarer Präzision bietet der Autor überraschende Einblicke in ein facettenreiches mentalitätsgeschichtliches Phänomen.
«Le Goff ist mehr als ein Historiker», schreibt M. Buholzer, «er ist ein Erzähler, zuweilen ein Poet der Geschichte.»

Stephan Kuntz, Josef Voglsinger:
Humor, Phantasie und Raum in Pädagogik und Therapie
Zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Ernst J. Kiphard

Kurz-Info:




Verlag Modernes Lernen
2004, 232 S., Format 16 x 23 cm, fester Einb.
ISBN 3-8080-0540-8
Bestell-Nr.: 1156

19,50 Euro • 34,30 sFr.
Subskriptionspreis

ab 1.2.04: Euro 21,50 · sFr. 37,85

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Ein Lächeln im Blick weitet durch den Humor den Raum zur Entwicklung von Phantasie und Vorstellungskraft. In seinem Lebenswerk öffnet Prof. Dr. E. J. Kiphard Entwicklungsräume: Psychomotorisch in seinen Rollen als Clown, Zauberer und Beziehungsstifter. Kern seiner Arbeit ist der im Humor getragene, reflexive Abstand zu sich selbst. In diesem Zwischenraum entfaltet sich die psychomotorische Arbeit. Aktuelle Strömungen in der psychomotorischen Diskussion nehmen diese Grundideen Kiphards erneut auf und entwickeln sie weiter. Die in diesem Band veröffentlichten Beiträge sind eine Zusammenfassung von Vorträgen, Workshops und Diskussionen der Bad Orber Dezembertagungen zur Psychomotorik. Ziel und Tradition dieser Tagung ist es, sich in der Vielfalt pädagogisch-therapeutischer Ansätze zu orientieren und kreative Ideen für die eigene Arbeit im Alltag zu entwickeln. Diese anregende Absicht verfolgt auch dieses Buch. Multiperspektivität und der Mut zu einer transdisziplinären Sichtweise prägen die Auswahl der Beiträge. Die Blickwinkel der namhaften Autorinnen und Autoren erstrecken sich in diesem Buch vom Atem, Tanz und der Bewegung zum fein nuancierten und phantasievollen, inneren Erleben. In seinem Facettenreichtum ist das Buch im Kern orientiert am «auftauchenden Selbst», an der Förderung der Eigenwirksamkeit und dem Aufbau von Selbstzuversicht. Pädagogisch präventive Arbeit wird dabei ebenso betont, wie therapeutisch Mögliches und Notwendiges. Durch die lustvolle Ausschöpfung kreativer Entwicklungszugänge in unserem Berufsalltag möchte dieser Band das Lebenswerk Prof. Dr. E. J. Kiphards ehren. Zum 80. Geburtstag gratulieren wir herzlich.

Jürgen Hargens:
Systemische Therapie ... und gut
Ein Lehrstück mit Hägar

Kurz-Info:




2003,104 S., mit 46 Hägar-Comics,
Format DIN A5, fester Einband
3-8080-0537-8

Bestellung:
Bestell-Nr.: 4323

Preis:
15,30 EUR • 26,90 CHF


Zwei ‘Urgesteine’ systemischer Praxis legen mit diesem Band eine etwas andere Darstellung und Einführung in systemisches Denken und Handeln vor. Jürgen Hargens kann sich auf seine Erfahrung einer 25-jährigen therapeutischen Praxis beziehen und Hägar bringt seine in alltäglichen Begegnungen erworbenen lebenspraktischen Erfahrungen ein. So ist eine Einführung in Grundfragen systemischer Erkenntnistheorie und systemischer Therapiepraxis entstanden, die einen verständlichen, gut lesbaren, kompetenten und humorvollen Abriss wesentlicher Aspekte eines systemischen Verständnisses bietet. Ein Lesevergnügen für zwischendurch und mittendrin, anregend und erheiternd - anders gesagt: wer dieses Buch nicht liest, ist selber schuld.

REZENSIONEN/KOMMENTARE
(1.6.2003) «In der systemischen Therapie darf gelacht werden. Wir sind, wie Wittgenstein sagt, ins Netz der Sprache verwickelt und wissen es nicht. Hägar hilft Jürgen Hargens meisterhaft dabei, diese Verwicklungen als das zu zeigen, was sie sind: Konstruktionen in Sprache. Die Erde ist flach und damit basta! Ob Hägar mir zustimmen würde, dass dies ein wunderbares Einführungsbuch in die systemische Therapie ist? Nein, Bücher findet er nicht nützlich, denn Unwissenheit ist schließlich die ‘Mutter aller Abenteuer...’.» Arist v.Schlippe, Lehrtherapeut am Institut für Familientherapie, Weinheim und Vorsitzender der Systemischen Gesellschaft, Berlin (1.6.2003) «Leicht und mit großem Vergnügen liest sich dieses ‘Lehrstück’. Zentrale Aspekte der komplexen Theorie und der Grundhaltungen systemischer Therapie sind darin klar, gut nachvollziehbar und mit Witz dargestellt – eine Kunst, die Jürgen Hargens, unterstützt von seinem ‘Ko’ Hägar, wunderbar beherrscht.» Prof. Käthi Vögtli, Hochschule für Soziale Arbeit HSA Luzern (1.6.2003) «Wo Witz und Kraft zusammenkommen, ist Hägar zuhause und Jürgen Hargens hat ihn aufgespürt. Kundig und liebevoll übersetzt er die manchmal brachialen Betrachtungen seines ‘Ko’ in die Sprache ressourcenorientierter Therapie. Zusammen unschlagbar.» Wolfgang Loth

Humor bei Kindern und Jugendlichen:
Eine Reise durch die Welt des kindlichen Humors
Von Joachim Schreiner

Kurz-Info:


2003, 372 Seiten,
17 x 24 cm, dt. EUR 32,00
ISBN 3-86135-119-6

Bestellung:
www.vwb-verlag.com


Wie entwickelt sich Humor? Gebrauchen Mädchen den Humor anders als Jungen? Kann man mit Humor besser lernen und Kinder leichter erziehen? Hat das Lachen eine heilende Wirkung auf Kinder und Jugendliche? Was sagt uns das Lachen und der Humor eines Kindes über dessen psychisches Befinden?
Diesen Fragen und zahlreichen weiteren rund um den "Humor bei Kindern und Jugendlichen" geht das vorliegende Buch nach. Wir begleiten das Lachen des Säuglings bis zu den Spässen des Adoleszenten. Es wird dargestellt, wie das Lachen förderlich beim Lernen in der Schule, in der Erziehung, in der psychotherapeutischen Behandlung und der Diagnostik Anwendung finden kann. Der Autor zeigt zudem, dass Humor nicht immer zum Lachen ist und manche seelische Wunde schlagen kann. Wir können sehen, wie sich psychische Krisen von Kindern und Jugendlichen in einem "speziellen Humor" abbilden und welche innere Not Kinder durch Humorzeichnungen darzustellen vermögen.
Das Buch bietet zahlreiche Anregungen für alle die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder sich einfach für den Humor der Kinder interessieren. Es wendet sich im Besonderen an Lehrkräfte, ErzieherInnen, PsychotherapeutInnen, PsychologInnen, PsychiaterInnen und HeilpädagogInnen.

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